Nicolas Imholz ist der jüngste Koch der Schweizer Nationalmannschaft - unterschätzen sollte man den Urner aber nicht. Der 19-Jährige hat bereits einige Erfolge gefeiert, allen voran den Sieg bei den Swiss Skills 2025. Sein Hunger auf weitere Wettbewerbserfolge scheint damit erst recht geweckt: Bevor es für ihn an die Kochweltmeisterschaft nach Luxemburg geht, reist Imholz gemeinsam mit Fiona Niebergall (Réception) und Melina Reusser (Service) an die Wold Skills 2026 nach Shanghai. [RELATED]
Im Alltag motiviert mich: das Ergebnis eines Gerichts sowie die Freude, die ich damit bei den Gästen auslösen kann.
Meine liebste Garmethode: das Schmoren. Ein zartes Ergebnis, vielfältige Aromen und die entstehende Sauce machen diese Technik geschmacklich und handwerklich besonders.
Darum bin ich Koch geworden: Ich habe schon als Kind meiner Mutter in der Küche geholfen und so meine Leidenschaft für Lebensmittel und das Kochen entdeckt. Die Kreativität, der Teamgeist und die Abwechslung machen den Beruf für mich besonders spannend.
Das würde mir der Sieg an der Koch-WM bedeuten: Für mich hiesse das, dass sich die lange Vorbereitung, die harte Arbeit, der Teamgeist und die Leidenschaft auszahlen würden.
So bereite ich mich auf die Koch-WM vor: Es ist mir sehr wichtig, bei der Vorbereitung Spass zu haben und die Zeit in vollen Zügen zu geniessen. Wenn man eine positive Einstellung hat, geht Vieles leichter.
Das gehört einfach nicht auf einen Teller: Ich bin offen für Vieles und probiere gerne neue Speisen aus, aber Schnecken gehören für mich nicht auf den Teller.
Diese Erfahrung hat mich in meiner Laufbahn massgeblich beeinflusst: Das war der Schritt, meine Komfortzone zu verlassen und an Kochwettbewerben teilzunehmen. Dadurch konnte ich viel dazulernen und mich sowohl fachlich als auch persönlich weiterentwickeln.
Mein Guilty Pleasure: Ich liebe epische Orchestermusik. Sie motiviert mich, hilft mir, mich zu fokussieren, und sorgt oft für Gänsehaut.
Wenn ich 100 Jahre früher geboren worden wäre, hätte ich wahrscheinlich trotzdem meinen Weg in die traditionelle und klassische Küche gefunden, die uns heute noch prägt.
Meine schlimmste Marotte: Ich schaue aufs Handy, um die Uhrzeit zu checken, und vergesse dann, warum ich es überhaupt herausgeholt habe.
Wenn ich für mich koche, dann gibt es meistens etwas Einfaches und Schnelles, das gut schmeckt. Etwa Pasta mit Pesto oder Älplermagronen.
Als Nächstes lernen möchte ich etwas, das mich fordert und mir Freude bereitet. Zum Beispiel ein neues Instrument wie die Trompete.
Hier finden Sie fortlaufend die Interviews aller Köchinnen und Köche der Nationalmannschaft.
Zum Culinary World Cup
Vom 21. bis zum 25. November 2026 treten 30 Nationalteams, 15 JuniorInnen-Teams und 15 Teams im Bereich Gemeinschaftsverpflegung gegeneinander an. Die Schweiz ist in allen drei Kategorien mit ihren Mannschaften vor Ort. Insgesamt bewerten 46 Jurorinnen und Juroren aus 27 Ländern die 3-Gang-Menüs der Köchinnen und Köche. Vorsitz hat Jury-Präsident und Koch Carlo Sauber. Bewertet wird nach strengen und standardisierten Vorgaben. Dazu gehören: Mise-en-Place, Hygiene, Zubereitung, Geschmack und Präsentation.
Hier geht's zum Culinary World Cup. Einzeiliger Text.
