Raphaël Gaudart, welches Signal sendet das neue Kompetenzzentrum an Betriebe und Nachwuchs, und was erhoffen Sie sich mittel- bis langfristig davon?
Durch die Bündelung der Kräfte schaffen wir ein deutschsprachiges Kompetenzzentrum für die Hospitality-Branche. Mit der engen Verzahnung aller Bildungsstufen setzen wir konsequent auf Qualität, Durchlässigkeit und Zukunftsfähigkeit. Unser Ziel ist ein leistungsstarkes Lernökosystem, das Lernenden, Studierenden und Teilnehmenden von Weiterbildungen Zugang zu exzellenter Expertise, breitem Fachwissen und flexiblen Lernmodellen bietet. Wir wollen die Attraktivität der Berufe steigern sowie die Aus- und Weiterbildung stabil, innovativ und zukunftssicher aufstellen. [RELATED]
Wo sehen Sie den grössten Mehrwert im Ausbildungsalltag?
Der grösste Mehrwert liegt im Versprechen einer durchgehenden Bildungskarriere. Das lückenlose Angebot reicht nun von der Grundbildung (EBA/EFZ) über die Höhere Fachschule (HF) und das Nachdiplomstudium (NDS) bis hin zu vielfältigen Weiterbildungskursen – und das alles unter einem Dach. Durch die Integration wird eine gelebte Zusammenarbeit auf und neben dem Campus, der Austausch zwischen den verschiedenen Bildungsstufen und das Lernen voneinander dank neuer Synergien ermöglicht.
In enger Abstimmung mit unseren Branchenpartnern entsteht eine deutschsprachige Bildungsplattform. Diese nutzt Synergien, fördert Innovation, setzt Qualitätsstandards und stellt unsere Marktpositionierung sicher.
Die enge Zusammenarbeit mit der EHL Group und die Nähe zu HotellerieSuisse stehen für Qualität und eine starke Verankerung in der Branche. Doch wie profitieren die Lernenden ganz praktisch von diesen Netzwerken?
In einem dynamischen Marktumfeld ist die gezielte Konzentration von Ressourcen entscheidend. Am Standort Thun schaffen wir ein leistungsfähiges Kompetenzzentrum, in dem Fachwissen, Netzwerke und pädagogisches Know-how gebündelt werden. In enger Abstimmung mit unseren Branchenpartnern entsteht so eine deutschsprachige Bildungsplattform. Diese nutzt Synergien, fördert Innovation, setzt Qualitätsstandards und stellt unsere Marktpositionierung sicher.
Sie betonen den Praxisbezug. Wie stellen Sie sicher, dass der Kontakt zum realen Berufsalltag in Hotels und Restaurants weiterhin eng bleibt?
Der Campus Thun bietet eine tolle Infrastruktur, die speziell für die Gastronomie sowie Hotellerie konzipiert wurde und mit dem eigenen 3-Sterne-Hotel, «The Lab Hotel», für den direkten Praxisbezug auf dem Campus sorgt. Unser «The Lab Hotel» bleibt vollumfänglich geöffnet und wird weiterhin mit echten Gästen betrieben. Neu dient es noch stärker als praxisnahes Lernumfeld. Neben Studierenden der Höheren Fachschule sammeln nun auch Lernende der Grundbildung wertvolle Praxiserfahrungen. So entsteht ein lebendiger Raum, in dem Ausbildung und Praxis optimal zusammenkommen – und eine durchgehende Bildungskarriere mit starkem Praxisbezug ermöglicht wird.
