Im Kanton Graubünden haben sechs Unternehmen aus der Tourismusbranche Kurzarbeitsentschädigung beantragt. Hauptsächlich handelt es sich um Gastronomiebetriebe auf Skipisten in Mittelbünden und in der Surselva.

100 Arbeitnehmer betroffen
Die Gesuche wurden fristgerecht bis 5. Januar eingereicht. Insgesamt könnten rund 100 Arbeitnehmende betroffen sein, bestätigte Gian Reto Caduff, Leiter des kantonalen Amts, gegenüber Keystone-SDA.

In der vergangenen Wintersaison verzeichnete Graubünden keine Gesuche um Kurzarbeit wegen wetterbedingter Ausfälle. Letztmals kam es im Dezember 2022 zu einer grösseren Anzahl solcher Anträge. Damals wurden 13 Voranmeldungen bewilligt, weitere folgten Anfang 2023.

Nur ein Teil der Pisten geöffnet
Der aktuelle Schneemangel zeigt sich deutlich auf den Pisten. In Flims Laax Falera sind nur 107 von 216 Pistenkilometern geöffnet. In Obersaxen Mundaun stehen 12 von 45 Pisten zur Verfügung. Savognin betreibt rund ein Dutzend von insgesamt 25 Pisten. Die Seilbahn Brambrüesch oberhalb von Chur nahm den Betrieb erst am 13. Januar auf und verschob den Saisonstart damit um fast einen Monat.

Tessin auch betroffen
Auch im Tessin musste früher reagiert werden. Bereits im Januar setzte sich das Skigebiet Carì in der Leventina erstmals konkret mit Kurzarbeit auseinander. Laut Meteoschweiz liegt die Schneehöhe südlich der Alpen derzeit 30 bis 60 Prozent unter dem langjährigen Mittel. In Airolo begann die Saison rund zehn Tage später als üblich, was sich laut Direktion negativ auf den gesamten Winter auswirken dürfte. (keystone-sda)