Ferien bleiben für viele Schweizerinnen und Schweizer ein Fixpunkt. Gleichzeitig verändern Krisen, Inflation und neue Technologien das Reiseverhalten spürbar, zeigt die Umfrage des Dienstleistungsunternehmens Europe Assistance.

1. Reiselust bleibt auf hohem Niveau
81 Prozent der Schweizer Befragten bezeichnen sich als reisebegeistert, 41 Prozent sogar als sehr begeistert. Damit bleibt das hohe Niveau des Vorjahres bestehen. Ferien haben trotz globaler Unsicherheiten einen hohen Stellenwert.

2. Sicherheit wird zum Buchungsfaktor
29 Prozent nennen Sicherheit als wichtigen Grund bei der Wahl des Reiseziels. Politische Konflikte und geopolitische Spannungen beeinflussen die Ferienplanung deutlich stärker als früher.

3. Mittelmeer bleibt erste Wahl
Wer ins Ausland reist, entscheidet sich besonders oft für Italien mit 23 Prozent, vor Frankreich mit 14 Prozent und Spanien mit 12 Prozent. Auch europaweit dominieren klassische Sonnenziele.

Über Europ Assistance
Europ Assistance wurde 1963 gegründet. Das Unternehmen ist im Bereich Assistance- und Versicherungsdienstleistungen tätig, unter anderem für Reisen, Mobilität, Gesundheit und Haushalt. Europ Assistance gehört zur Generali Group und ist nach eigenen Angaben in über 200 Ländern aktiv.

4. Schweizer budgetieren am meisten
Das durchschnittlich geplante Ferienbudget liegt bei 2851 Franken. Damit liegt die Schweiz klar über dem europäischen Schnitt von 1921 Franken. Gleichzeitig rechnen 40 Prozent mit höheren Reisekosten.

5. KI hilft bei der Reiseplanung
28 Prozent der Schweizer haben künstliche Intelligenz bereits für Ferien genutzt. Besonders gefragt sind Recherchen zu Routen, Unterkünften oder Aktivitäten. Vollständig automatisierte Buchungen bleiben aber die Ausnahme.

6. Nachhaltigkeit verliert an Priorität
Ökologische Fragen bleiben relevant, stehen aber hinter Kosten- und Sicherheitsfragen zurück. Inflation sowie Kriege und Konflikte beeinflussen die Reiselust deutlich stärker als der ökologische Fussabdruck. (mm)

Zur Umfrage
Für das Ferienbarometer 2026 wurde eine Online-Erhebung zwischen dem 27. Februar und dem 7. April 2026 durchgeführt. Befragt wurden insgesamt 26’001 Personen. Davon stammen 11’001 Teilnehmende aus Europa, darunter auch aus der Schweiz, sowie 15’000 aus Ländern ausserhalb Europas.