An der Generalversammlung unter der Leitung von Verwaltungsratspräsident Andreas Riedi blickte die Bergbahnen Chur-Dreibündenstein AG (BCD) auf das Geschäftsjahr 2025/26 zurück. Mit 58'595 Ersteintritten verzeichnete Brambrüesch im Sommer 2026 einen neuen Höchstwert. Das entspricht einem Plus von 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der schneearme Winter führte dagegen zu einem Rückgang auf 34'990 Ersteintritte. Insgesamt registrierten die BCD im Geschäftsjahr 93'585 Ersteintritte und rund 383'000 Personenfahrten. Rund 63 Prozent der Ersteintritte entfielen auf den Sommer. [RELATED]
«Der Rekordsommer zeigt, wie stark Brambrüesch als vielseitiger Freizeit- und Erholungsberg verankert ist. Gleichzeitig hat uns der vergangene Winter erneut vor Augen geführt, wie wichtig unsere Ausrichtung auf das ganze Jahr ist», sagt Geschäftsführer Patrick Arnet.
Sonderbelastungen führen zu Jahresverlust
Der Gesamtertrag belief sich auf rund 2,18 Millionen Franken. Nach Angaben des Unternehmens konnte der Betriebsaufwand gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert werden. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichte rund 316'000 Franken.
Unter dem Strich resultierte jedoch ein Jahresverlust von rund 244'000 Franken. Wesentliche Ursache waren ausserordentliche Belastungen aus Projektkosten durch die Ablehnung der Direktverbindung Chur–Brambrüesch und die Abschreibung für das geplante Panoramarestaurant. Das Eigenkapital beträgt rund 3,36 Millionen Franken, die Eigenkapitalquote liegt bei 63,8 Prozent.
Zukunft der Erschliessung weiterhin offen
Nach der Ablehnung des Ergänzungskredits am 8. März 2026 wurde die Planung für die vorgesehene Direktverbindung eingestellt. Gemeinsam mit der Stadt Chur prüft die BCD nun weitere Möglichkeiten zur langfristigen Erschliessung von Brambrüesch. Eine Variantenanalyse soll die technische Machbarkeit, die Investitions- und Betriebskosten sowie den Nutzen für die Gäste untersuchen.
Kurz- und mittelfristig sei der Betrieb mit den bestehenden Anlagen gesichert, teilt das Unternehmen mit. Allerdings wird die alte Vierergondelbahn in den kommenden Jahren erhebliche Investitionen erfordern. Auch die Unterhaltskosten dürften steigen.
An der Generalversammlung vom 23. Oktober wurde zudem der Rücktritt von Thomas Mettler aus dem Verwaltungsrat nach 17 Jahren bekannt gegeben. Angaben zu einer Nachfolge sind nicht bekannt. (mm)