Die Jungfrau Region hat im vergangenen Jahr 2'866'299 Logiernächte verzeichnet. Das sind rund 79'000 mehr als im bisherigen Rekordjahr 2024. Auch die Einnahmen aus den Beherbergungsabgaben seien entsprechend gestiegen, teilte die Jungfrau Region Tourismus AG anlässlich ihrer Generalversammlung vom 26. Juni mit. Die Versammlung genehmigte zudem die Jahresrechnung 2025. [RELATED]

Konkrete Angaben zur Entwicklung einzelner Märkte oder zur Höhe der zusätzlichen Einnahmen machte die Organisation in ihrer Mitteilung nicht. Weitere Informationen enthält der neu veröffentlichte 17. Geschäftsbericht.

Orte erhalten mehr Einfluss

Ab 2027 sollen die fünf Aktionärsorte Grindelwald, Wengen, Mürren, Lauterbrunnen und Haslital über mehr als die Hälfte der verfügbaren Marketingmittel selbst entscheiden. Grundlage dafür ist ein Strategieworkshop von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung.

Die Tourismusorganisation beabsichtigt, sich damit stärker auf übergeordnete Aufgaben zu konzentrieren und vermehrt als Auftragnehmerin der beteiligten Orte aufzutreten. Verwaltungsratspräsidentin Barbara Hofer betonte zugleich, dass die gemeinsame Marke der Jungfrau Region weiterhin gepflegt werden müsse.

Wechsel im Verwaltungsrat

An der Generalversammlung wurden drei neue Mitglieder in den Verwaltungsrat gewählt. Vera Brawand und Lars Michel vertreten neu Grindelwald Tourismus. Sie ersetzen Urs Jossi und Jan Pyott. Für Haslital Tourismus nimmt Roland Rhyner neu Einsitz; er folgt auf Alex Rufibach.

Die veränderte Zusammensetzung stärkt nach Angaben der Organisation die Vertretung der regionalen Beherbergungsbranche.

Marketing wird neu ausgerichtet

Wegen der Unsicherheiten auf den internationalen Märkten will die Jungfrau Region Tourismus AG einen Teil ihrer Mittel von den Fernmärkten in europäische Herkunftsmärkte verschieben.

Weitere Schwerpunkte bleiben Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Genannt werden Projekte in den Bereichen Mobilität, Zertifizierung, Datenmanagement und Besucherlenkung. Zudem will die Organisation die Interessen der einheimischen Bevölkerung stärker berücksichtigen und Belastungen durch den Tourismus offener thematisieren. (mm)