Rund 80 Fachpersonen aus Tourismusorganisationen der ganzen Schweiz haben am KI-Event «Future Unfolding» an der ETH Zürich konkrete Einsatzbeispiele für Künstliche Intelligenz im Tourismus kennengelernt. Die Veranstaltung wurde von Basel Tourismus in Kooperation mit Aumera AI organisiert und ist Teil eines Innotour-Projekts, das vom Staatssekretariat für Wirtschaft Seco unterstützt wird.
Produktiver Einsatz mit klaren Rollen
Im Fokus standen drei spezialisierte KI-Agenten:
- Eve unterstützt Content-Planung, Newsletter-Erstellung und das Beantworten von Anfragen.
- Sonny generiert Angebote und Programme und wird im Bereich Sales eingesetzt.
- Joy strukturiert Dialoge, hilft bei Perspektivwechseln und macht Inhalte verständlich.
Diese Anwendungen entlasten Mitarbeitende bei repetitiven Aufgaben, insbesondere in der Gästekommunikation und bei internen Workflows. Was früher Tage beanspruchte, gelingt mit KI-Agenten heute in Minuten. Kontrolle und Freigabe der Inhalte bleiben jedoch weiterhin bei den Organisationen.
Geteiltes Wissen für breitere Wirkung
Das Projekt umfasst aktuell 15 Tourismusorganisationen in der Deutschschweiz, im Engadin und im Tessin. Sie entwickeln spezifische Anwendungen, die projektübergreifend geteilt werden. Laut dem Seco sollen durch den strukturierten Austausch praxistaugliche und skalierbare Lösungen entstehen.
In der Paneldiskussion wurde deutlich, dass KI Arbeitsprozesse und Berufsprofile verändern wird. «Wenn wir klar strukturierte Aufgaben delegieren, entsteht Raum für Kreativität und neue Ideen», sagte Dominic Stöcklin, Head of Marketing bei Basel Tourismus.
Michael Koch, Gründer von Aumera AI, betonte: «Nicht die Technologie ist entscheidend, sondern wie sie in bestehende Prozesse eingebettet und mit relevanten Inhalten gespeist wird.»
Ausblick
Einblicke in die praktische Anwendung bei Basel Tourismus bietet die bevorstehende Jahresmedienkonferenz am 12. Februar. Dort werden weitere Erfahrungen aus dem laufenden Betrieb vorgestellt. (mm)