Dossier: Datenmanagment
Data Driven Hospitality
Data driven Hospitality
Die neue Kompetenz des Schweizer Tourismus
Digitale Anwendungen gehören zum Alltag von Hotels, Restaurants und touristischen Destinationen. Buchungssysteme, Revenue-Management, CRM, Gästekarten, Apps oder digitale Lernplattformen sind längst selbstverständlich. Heute entscheidet jedoch weniger die Zahl der eingesetzten Systeme als der Umgang mit den Daten, die dabei entstehen. [RELATED]
Jede Reservation, jede Bewertung, jeder Websitebesuch, jede Anfrage und…
Meinung
Hört auf zu messen, fangt an zu bewirten
Die Hotellerie setzt zunehmend auf Daten und künstliche Intelligenz. Das macht Betriebe zwar effizienter, aber nicht zwingend menschlicher. Wer sich der algorithmischen Gleichförmigkeit entzieht und bewusst auf jene Faktoren setzt, die sich nicht messen lassen, kann sich künftig entscheidende Wettbewerbsvorteile verschaffen. Die Branche misst heute nahezu alles: RevPAR, ADR, Auslastung, Gästekonsum, Bestellungen oder…
Verantwortungsvoller Umgang mit Daten
Alma Kantic: «Datenschutz ist eine Daueraufgabe»
Alma Kantic, das revidierte Datenschutzgesetz ist seit rund zwei Jahren in Kraft. Wie fällt Ihre Zwischenbilanz aus?
HotellerieSuisse hat im Hinblick auf die Revision des Datenschutzgesetzes im Jahr 2023 eine Kampagne für die Mitglieder lanciert und mithilfe der Anwaltskanzlei MLL in Zürich die Datenschutz-Toolbox ins Leben gerufen. Diese stellte den Mitgliedern einerseits Webinare zu verschiedenen Themen des…
Datenkompetenz
Bessere Entscheidungen beginnen mit den richtigen Daten
Viele unabhängige Hotels arbeiten bereits datenbasiert, sie nennen es nur nicht so. Inhabergeführte Häuser haben durch die Nähe zum Gast oft ein sehr feines Gespür für ihren Markt und merken schnell, wenn sich das Buchungsverhalten verändert. Diese Beobachtungen und direkte Rückmeldungen sind am Ende ebenfalls Daten, auch wenn sie selten so verstanden werden. [RELATED]
Der Unterschied zu grossen Hotelkonzernen liegt…
Datenschutz in der Ausbildung
Digitales Lernen braucht klare Zugriffsrechte und Datenhoheit
Digitales Lernen gehört heute zum Berufsalltag im Gastgewerbe. Ob Küche, Service, Hotelkommunikation oder Systemgastronomie: Lernende dokumentieren ihre Arbeiten, tauschen sich mit Berufsbildenden aus und bearbeiten Lernaufträge digital. Gerade in einer Branche, in der mehrere Lernorte eng zusammenarbeiten, schaffen digitale Plattformen Transparenz und erleichtern die Ausbildung. Gleichzeitig sind damit auch…
Datenschutz
Chantal Cartier: «Vertrauen ist die wichtigste Währung der Hotellerie»
Chantal Cartier, warum ist Datenschutz heute eine Form der Gastfreundschaft?
Daten sind heute ein wertvolles Gut, mit dem weltweit oft missbräuchlich gehandelt wird. Datenschutz zu respektieren, ist deshalb ein notwendiger Ausdruck von Wertschätzung gegenüber der Privatsphäre jedes Gastes. Da wir im digitalen Zeitalter weniger physische Kontakte haben, müssen wir mit den digitalen Spuren umso vorsichtiger umgehen. Wir tragen die moralische Verantwortung gegenüber allen Anspruchsgruppen, die uns ihre Informationen anvertrauen. [RELATED]
Wer haftet moralisch für Fehler bei Drittanbietern?
Sich auf externe Partner zu berufen, ist eine zu einfache Ausrede, um sich aus der Verantwortung zu ziehen. Der Gast interagiert mit dem Hotelier und schenkt ihm sein Vertrauen, nicht einem anonymen Buchungssystem im Hintergrund.
Ein Datenleck ist nach meiner Einschätzung das grösste Risiko für die Reputation eines Hauses.
Also ist der Gastgeber in der Pflicht?
Ja. Er muss persönlich sicherstellen, dass alle verfügbaren Schutzmassnahmen wie die 2-Faktor-Authentifizierung konsequent genutzt werden. Ein Datenleck ist nach meiner Einschätzung das grösste Risiko für die Reputation eines Hauses.
Warum ist Cybersicherheit eine Aufgabe der Geschäftsleitung?
Oft sind es nicht die jungen Praktikanten, die in Sicherheitsfallen tappen. Erfahrungen zeigen, dass häufig die oberste Führungsebene aus einer gewissen Vertrautheit heraus zu schnell auf gefährliche E-Mail-Links klickt. Ich empfehle dringend, dem gesamten Team durch simulierte Phishing-Tests regelmässig den Spiegel vorzuhalten. Datenschutz muss als Teil der Unternehmenskultur von ganz oben vorgelebt werden.
Wann wird die Personalisierung der Kommunikation zur unerwünschten Überwachung?
Die Angst vor Überpersonalisierung ist heute oft noch theoretisch. Viele Hotels verfügen nicht über die Ressourcen, ihre Kommunikation stark zu personalisieren. Am Ende geht es darum, die Daten der Gäste verantwortungsvoll zu behandeln. Die Datenhoheit muss beim Gast bleiben. Er soll jederzeit selbst entscheiden können, welche Daten er für welche Zwecke freigibt. Wer sich bewusst wird, dass mit Personendaten gehandelt wird, erkennt ihren Wert. Entsprechend sorgfältig müssen Hotels damit umgehen.
Wie sieht eine verantwortungsvolle Datenkultur konkret aus?
Kommunizieren Sie transparent, wie Sie Daten verarbeiten, setzen Sie die verfügbaren Sicherheitsmassnahmen konsequent um und informieren Sie Gäste offen, falls dennoch ein Fehler passiert.
Vernetzte Datenbasis
Wer morgen sichtbar bleiben will, handelt jetzt
Reisende suchen zunehmend nicht mehr über klassische Suchmaschinen oder Onlinereisebüros, sondern stellen ihre Fragen direkt an Chat-GPT, Gemini oder andere KI-Assistenten. Gleichzeitig hält KI Einzug in Revenue Management, Marketing, Gästekommunikation und betriebliche Prozesse. [RELATED]
Moderne Systeme – aber keine gemeinsame Sicht auf die DatenIn den vergangenen Jahren hat die Hotellerie massiv in digitale…
Datenmanagement
Viele Schweizer DMOs stehen noch am Anfang
Künftig dürften Daten entscheidend dazu beitragen, wie Destinationen Gäste ansprechen, Angebote entwickeln und strategische Entscheidungen treffen. Das zeigt eine aktuelle Studie von Roland Schegg, Michael Fux und Marc K. Peter vom Institut für Tourismus der HES-SO Valais-Wallis. [RELATED]
Die Untersuchung wurde 2025 erstmals international durchgeführt. Insgesamt nahmen 266 Destination-Management-Organisationen…
Swiss Tourism Network
Wo die Branche das Datenthema gemeinsam weiterdenkt
Die Studie der HES-SO Valais-Wallis zeigt, dass nur 37 Prozent der Schweizer DMOs über eine Person oder ein Team für Datenanalyse verfügen. Als Ursache nennen die Autoren die kleinteilige Struktur der Branche. Auch die Nationale Dateninfrastruktur Tourismus (NaDIT) macht deutlich: Die Herausforderung liegt weniger im Erheben neuer Daten als im Verknüpfen, Verstehen und gemeinsamen Nutzen des Vorhandenen. [RELATED]
S…
Données touristiques connectées
Vers une infrastructure nationale de données
Qu’il s’agisse de la description d’un hôtel, d’un sentier de randonnée, d’une enquête auprès des visiteurs ou d’un paiement par carte: le secteur du tourisme génère chaque jour d’énormes volumes de données. Leur potentiel est considérable, mais ces données sont souvent stockées dans des systèmes différents et ne peuvent être échangées ou partagées que de manière limitée. L’Infrastructure nationale de données pour le…
NaDIT
Der Weg zur nationalen Dateninfrastruktur
Ob Hotelbeschreibung, Wanderweg, Gästebefragung oder Kartenzahlung: Im Tourismus entstehen täglich enorme Datenmengen. Ihr Potenzial ist gross, doch die Daten liegen oft in unterschiedlichen Systemen vor und lassen sich nur beschränkt austauschen oder gemeinsam nutzen. Mit der Nationalen Dateninfrastruktur Tourismus (NaDIT) entsteht deshalb eine Grundlage, um touristische Daten besser zugänglich, verständlicher und…
STR Benchmarking
Der Markt setzt den Massstab
Die Hotellerie steht heute unter zunehmendem Wettbewerbsdruck. Steigende Kosten, volatile Nachfrage und ein sich schnell wandelndes Buchungsverhalten erfordern fundierte und schnelle Entscheidungen. Dabei gewinnen Daten zunehmend an Bedeutung: Entscheidungen basieren nicht mehr primär auf Erfahrung oder Bauchgefühl, sondern auf messbaren Marktdaten. [RELATED]
Ein zentrales Instrument dafür ist STR Benchmarking. Es…
STR Benchmarking
C’est le marché qui fixe la norme
L’hôtellerie est aujourd’hui soumise à une pression concurrentielle croissante. La hausse des coûts, la volatilité de la demande et l’évolution rapide des comportements de réservation exigent des décisions rapides et éclairées. Dans ce contexte, les données prennent de plus en plus d’importance: les décisions ne reposent plus principalement sur l’expérience ou l’intuition, mais sur des données de marché mesurables.…



