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Dossier: Reise- und Buchungsverhalten
Symbolbild Reise- und Buchungsverhalten
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Dossier: Reise- und Buchungsverhalten

Neue Gäste, neue Dynamiken, neue Fragen

Seit dem Ende der Pandemie verschieben sich Märkte und Buchungslogiken spürbar. Wir analysieren das veränderte Reise- und Buchungsverhalten, die Bedeutung des viel diskutierten Luxussegments und die Rolle unterschiedlicher Gästetypen, von einheimischen Gästen bis zu international geprägten Zielgruppen.

Quellmärkte

Die Schweiz ist beliebt wie nie

Während klassische Quellmärkte an Stabilität verlieren, gewinnen neue Herkunftsländer überraschend an Bedeutung. Wer heute über den Schweizer Tourismus spricht, spricht über Verschiebungen und über Chancen, die lange unterschätzt wurden.
Gaston Haas
Gaston Haas
Dossier Frau Koffer Reisende Schweiz Märkte
Seit dem Ende der Pandemie verschieben sich Märkte und Buchungslogiken spürbar.
Seit dem Ende der Pandemie verschieben sich Märkte und Buchungslogiken spürbar. Bild: IStock
Bild: IStock

Kein Ereignis seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat den Tourismus so stark getroffen wie die Covid-19-Pandemie. Doch seit 2022 hat sich der Sektor grundlegend gewandelt. Kaum drei Jahre benötigten die Reisemärkte, um sich aus dem Krisental herauszukämpfen und neue Rekordhöhen zu erreichen. Massgeblich zur Erholung beigetragen haben dabei nicht nur traditionelle Quellmärkte wie Deutschland oder die USA. Auch aus…

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Veränderte Erwartungen

Stadt und Berg reagieren auf neue Gästeströme

Die internationalen Gästemärkte verschieben sich spürbar. Saastal Tourismus und Zürich Tourismus zeigen, wie sie auf veränderte Erwartungen und wachsende Volatilität reagieren.
Gaston Haas
Gaston Haas
Iwan Bitschin und Tomas Wüthrich
Iwan Bitschin (l.), Leiter Marketing & Kommunikation bei Saastal Tourismus, und Thomas Wüthrich, Direktor Zürich Tourismus, stehen Red und Antwort zum Thema Gästemärkte.
Iwan Bitschin (l.), Leiter Marketing & Kommunikation bei Saastal Tourismus, und Thomas Wüthrich, Direktor Zürich Tourismus, stehen Red und Antwort zum Thema Gästemärkte. Bild: zvg
Bild: zvg
Grafik Schweizer Tourismus weiter auf Wachstumskurs
Bild: htr hotelrevue
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Grafik Logiernächte Hotellerie
Bild: htr hotelrevue
Bild: htr hotelrevue
Grafik Logiernächtedynamik nach Herkunft und Tourismusjahr
Bild: htr hotelrevue
Bild: htr hotelrevue

Iwan Bitschin, welche drei Herkunftsmärkte haben seit 2022 in Ihrer Region überrascht? Der Markt Asien, insbesondere China/Hongkong/Taiwan, hat sich seit Covid mehr als verdoppelt, ebenso Nordamerika und Polen. Wichtigster Markt bleibt die Schweiz. Herausfordernd sind die Nachbarländer aufgrund des starken Frankens. [RELATED]

Asien, Brasilien und die USA: Wie haben sich die Gästeerwartungen seit der Pandemie…

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Heimmarkt

Schweizer als Puffer für Hotspots und Landregionen

Der Schweizer Heimmarkt stabilisiert die Hotellerie auch Jahre nach der Pandemie. Für die Betriebe bedeutet das vor allem eines: verlässliche Auslastung bei kürzeren Aufenthalten, hoher Erwartungshaltung und begrenzter Wertschöpfung.
Blanca Burri
Wellnesshotel Golf Panorama
Das Wellnesshotel Golf Panorama zeigt, was sich rund fünf Jahre nach Corona abzeichnet: Die Pandemie hat den Inlandtourismus belebt, aber nicht nachhaltig verändert.
Das Wellnesshotel Golf Panorama zeigt, was sich rund fünf Jahre nach Corona abzeichnet: Die Pandemie hat den Inlandtourismus belebt, aber nicht nachhaltig verändert. Bild: zvg
Bild: zvg
Wellnesshotel Golf Panorama
Von Ostern bis Oktober reisen vermehrt Westschweizer ins Wellnesshotel Golf Panorama in Lipperswil, ein Effekt, der sich seit Corona leicht verstärkt hat.
Von Ostern bis Oktober reisen vermehrt Westschweizer ins Wellnesshotel Golf Panorama in Lipperswil, ein Effekt, der sich seit Corona leicht verstärkt hat. Bild: zvg
Bild: zvg
Hotel Murtenhof & Krone
In den letzten Jahren hat das Hotel Murtenhof & Krone in Murten seine Zielgruppen stark diversifiziert.
In den letzten Jahren hat das Hotel Murtenhof & Krone in Murten seine Zielgruppen stark diversifiziert. Bild: zvg
Bild: zvg
Hotel Post in Bivio
Im Winter reisen vor allem Skitourengänger aus der Schweiz und aus Europa ins Hotel Post in Bivio.
Im Winter reisen vor allem Skitourengänger aus der Schweiz und aus Europa ins Hotel Post in Bivio. Bild: zvg
Bild: zvg

Im Wellnesshotel Golf Panorama in Lipperswil spaziert ein Gast im Bademantel durch die lichtdurchflutete Hotellobby in Richtung Spa. Wie 95 Prozent der Gäste reiste er aus der Schweiz an. Das Haus zeigt, was sich rund fünf Jahre nach Corona abzeichnet: Die Pandemie hat den Inlandtourismus belebt, aber nicht nachhaltig verändert.[RELATED]

Stabiler Heimmarkt, kürzere Aufenthalte «Der Heimmarkt Schweiz ist nach den…

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Gästegeneration

Silver Traveller: Cashcow oder Kostenfaktor?

Eine wachsende Gästegeneration fordert den Tourismus heraus, Qualität neu zu definieren. Genau darin eröffnen sich neue Spielräume für stabile Nachfrage und langfristigen Erfolg.
Marion Schmitz
Symbolbild Silver Traveller
Silver Traveller gewinnen im Tourismus stetig an Bedeutung und prägen Nachfrage, Reisezeiten und Qualitätsansprüche langfristig.
Silver Traveller gewinnen im Tourismus stetig an Bedeutung und prägen Nachfrage, Reisezeiten und Qualitätsansprüche langfristig. Bild: iStock
Bild: iStock

Die Tourismusbranche diskutiert gerne über Millennials, Gen Z und digitale Trends. Gleichzeitig wächst eine Zielgruppe, die für viele Betriebe schon heute relevant ist und in den nächsten Jahrzehnten weiter an Gewicht gewinnt: Menschen ab 65. Laut Bevölkerungsszenarien des Bundesamts für Statistik (BFS) steigt die Zahl der 65-Jährigen und Älteren von 1,8 Millionen (2025) auf 2,2 Millionen (2035) und auf knapp 2,7…

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Marion Schmitz

Gästemarketing

Die Zukunft im Gästemarketing ist alterslos

Next Gen oder Silver Traveller? Nicht das Alter der Gäste zählt, sondern ihre Erwartungen. Das Gästemarketing bewegt sich heute zwischen Tiktok, Instagram Reels und Service Excellence. Aber Sichtbarkeit allein reicht nicht. Entscheidend ist, was beim Gast ankommt.
Devenish Nora
Nora Devenish
Symbolbild Jung und Alt
Für das Gästemarketing ist weniger das Alter entscheidend als die veränderten Erwartungen im Zuge des demografischen Wandels.
Für das Gästemarketing ist weniger das Alter entscheidend als die veränderten Erwartungen im Zuge des demografischen Wandels. Bild: unsplash.com
Bild: unsplash.com

Auf den ersten Blick könnten die Unterschiede kaum grösser sein. Die einen lassen sich von kurzen Videos inspirieren, die anderen von persönlichen Empfehlungen und Erfahrung. Die einen suchen Abwechslung und Selbstverwirklichung, die anderen Qualität und Sinnhaftigkeit. Next Gen und Silver Traveller gelten oft als Gegensätze. Aus Marketingsicht verbindet sie aber mehr, als sie trennt. [RELATED]

Für das…

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Nachgefragt

Der Luxus im Wandel

Die Managing Director der Swiss Deluxe Hotels erklärt, warum moderner Luxus leiser, persönlicher und anspruchsvoller ist und weshalb Exzellenz im Detail, in der Haltung und im Umgang mit Menschen sichtbar wird.
Gaston Haas
Gaston Haas
Nathalie Seiler-Hayez
Nathalie Seiler-Hayez ist Managing Director der Swiss Deluxe Hotels.
Nathalie Seiler-Hayez ist Managing Director der Swiss Deluxe Hotels. Bild: Anoush Abrar
Bild: Anoush Abrar

Nathalie Seiler-Hayez, wie erleben Sie den Luxusmarkt? Der Luxusmarkt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Wir beobachten diese Veränderungen täglich innerhalb der Swiss Deluxe Hotels. Unsere Gäste sind jünger, internationaler und auf der Suche nach authentischen Erlebnissen. Sie wünschen sich Sinnhaftigkeit, Emotionen und eine starke Personalisierung des Service – weit mehr als ostentative Leistungen. Diese…

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Luxusmarkt

Swiss Silent Luxury: Qualität statt Volumen

Der Luxusreisemarkt wird für die Schweiz zunehmend zum strategischen Hebel. Schweiz Tourismus richtet seine Aktivitäten neu aus. Der Fokus liegt auf längeren Aufenthalten, höheren Ausgaben und nachhaltiger regionaler Wertschöpfung.
Devenish Nora
Nora Devenish
Symbolbild Luxus
Unter dem Label «Swiss Silent Luxury» positioniert Schweiz Tourismus den Luxusreisemarkt.
Unter dem Label «Swiss Silent Luxury» positioniert Schweiz Tourismus den Luxusreisemarkt. Bild: unsplash.com
Bild: unsplash.com

Luxus ist im Schweizer Tourismus kein neues Kapitel, sondern dessen Ursprung. Grandhotels und alpine Kurorte prägten die internationale Wahrnehmung der Schweiz, lange bevor Ferienreisen für die breite Masse relevant wurden. Dieses historische Fundament bildet die Basis der aktuellen Luxusstrategie von Schweiz Tourismus. [RELATED]

Seit gut einem Jahr positioniert Schweiz Tourismus den Luxusreisemarkt gezielt unter…

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Diversifizierung

Expats rücken in den Fokus der Destinationen

Sie sind kaufkräftig und zeigen grosses Interesse an Freizeit- und Reiseangeboten. Die international tätigen Fachkräfte mit Wohnsitz in der Schweiz stellen ein relevantes touristisches Potenzial für die Diversifizierung dar. Genf und Zug haben die Zielgruppe bereits strategisch verankert.
Laetitia Grandjean
Symbolbild Expats
Laut Schweiz Tourismus umfasst diese Gruppe in der Schweiz zwischen 250'000 und 300'000 Personen.
Laut Schweiz Tourismus umfasst diese Gruppe in der Schweiz zwischen 250'000 und 300'000 Personen. Bild: iStock
Bild: iStock

Sie sind weder Schweizer noch Touristen. Expats nehmen in der Schweizer Tourismuslandschaft einen besonderen Platz ein. Neugierig, genuss- und konsumfreudig, rücken sie zunehmend in den Fokus von Tourismusdestinationen. 

Lukrative Zielgruppe mit hoher Reiseintensität «Es handelt sich um eine wachsende, sehr lukrative Gruppe, die viel reist und über dem nationalen Durchschnitt Geld für Hotels, Gastronomie und…

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Digitalisierung

Der Einfluss von KI auf das Buchungsverhalten ist spürbar

Mehr als die Hälfte der Reisenden nutzt KI bereits bei der Planung ihres nächsten Trips. Für Hotelbetreiber hat das schon heute spürbare Auswirkungen.
Reto Vogt
Reto Vogt
Symbolbild KI und Reiseverhalten
KI-Systeme bewerten Hotels auf Basis von Datenqualität, Struktur und Reputation. Wer nicht maschinenlesbar ist, bleibt unsichtbar.
KI-Systeme bewerten Hotels auf Basis von Datenqualität, Struktur und Reputation. Wer nicht maschinenlesbar ist, bleibt unsichtbar. Bild: KI-generiertes Bild / dall-e
Bild: KI-generiertes Bild / dall-e

«Hotels, die ihre Daten nicht KI-lesbar aufbereiten, sind weniger sichtbar», sagt Tourismusforscher Roland Schegg von der HES-SO Valais-Wallis. Die Rechnung ist denkbar einfach: Weniger Sichtbarkeit bedeutet automatisch weniger Buchungen. Wie hoch der Einfluss von künstlicher Intelligenz auf die Tourismusbranche heute schon ist, lässt sich noch nicht exakt beziffern. Laut Schegg gibt es zwar erste Indikatoren, aber…

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