Dänemark gewann die neueste Ausgabe des Bocuse d’Or Europe vor Norwegen und Italien. Karina Fruman erreichte für die Schweiz den 15. Platz. Eine Qualifikation für das Finale 2027 in Lyon blieb aus – dafür eröffnet sich eine Perspektive: Die europäische Ausgabe 2028 findet in Lausanne statt.
Am Wettbewerb im Palais de Beaulieu werden zwanzig Nationen teilnehmen. Parallel dazu treten die europäischen Qualifikanten der Konditoren-Weltmeisterschaft an, zu der 10 bis 12 Nationen erwartet werden.
Erste Schweizerin am Wettbewerb
Karina Fruman ist die erste Frau, die die Schweiz bei diesem prestigeträchtigen Wettbewerb vertrat. Insgesamt ist sie erst die zwölfte Teilnehmerin in der Geschichte des Bocuse d’Or Europe – einem Wettbewerb, dessen Siegerliste bislang 392 Männer prägten.
Die 26-Jährige ist Küchenchefin am Campus Sursee. Auch ohne Finalqualifikation markiert ihre Teilnahme einen Meilenstein für die Schweizer Delegation.
Seit September bereitete sich Fruman mit Trainer Jean-Michel Martin vor. Sie trat gemeinsam mit Commis Niklas Erb an. Der 17-Jährige absolviert seine Ausbildung in der Küche der Kaserne Jassbach. Beide reichten ihre Gerichte nach 5 Stunden und 30 Minuten pünktlich ein.
Drei Aufgaben
Der Wettbewerb umfasste drei Aufgaben: ein Plattengericht mit Rotbarsch, Kichererbsen, violetten Artischocken und Seeigel im mediterranen Stil. Als zweites Gericht folgten Tintenfisch und Filet vom Camargue-Stier (AOP) mit einer neu interpretierten, vom provenzalischen Aioli inspirierten Sauce. Den Abschluss bildete das Überraschungsthema «On Stage!» mit einer 10-minütigen Kochvorführung vor Jury und Publikum.
Dialog zwischen Alpen und Mittelmeer
Fruman präsentierte «Mediterranean Alpine Fusion» und «Red Gurnards meets Swiss Tradition». Die Kreationen verbanden mediterrane Produkte mit Schweizer Klassikern.
Zugleich setzte sie ein persönliches Zeichen: Als Betroffene von Zöliakie zeigte sie, dass eine Nahrungsmittelallergie und hohe gastronomische Ansprüche sich nicht ausschliessen. (mm)
Ergebnisse des Bocuse d’Or Europe 2026
- Dänemark
- Norwegen
- Italien
- Schweden
- Frankreich
- Finnland
- Vereinigtes Königreich
- Belgien
- Ungarn
- Island
- Lettland
- Litauen
- Tschechische Republik
- Niederlande
- Schweiz
- Slowakei
- Polen
- Rumänien
- Spanien
- Estland