Fast 100 Jahre lang prägte der Jardin-Saal das Quartierleben. Nun entstehen auf der Fläche 13 neue Doppelzimmer. Nach dem Umbau verfügt der das Hotel Jardin über insgesamt 37 Zimmer mit 80 Betten.
Geschichte bleibt sichtbar
Die Brüder Andreas und Daniel Balz führen das Hotel in dritter Generation. Die bestehende Bausubstanz bleibt erhalten: Die neuen Zimmer werden als eigenständige Boxen in den Raum eingebaut. Durch Glasflächen bleiben die ursprünglichen Wände sichtbar. «So lebt die Geschichte weiter», sagt Andreas Balz gegenüber der «Berner Zeitung».
Für das Projekt, das auf kreative Nachverdichtung im urbanen Raum setzt, erhielt der Betrieb im Herbst eine Auszeichnung von GastroSuisse.
Fokus auf Businessgäste
Trotz harter Konkurrenz, auch durch Plattformen wie Airbnb, zeigt sich die Hoteliersfamilie zuversichtlich. Die Auslastung sei gut, die Gäste kämen vorwiegend aus der Schweiz und Europa.
Die Nähe zum Bernexpo-Areal bleibt ein wichtiger Standortvorteil. Bereits vor acht Jahren schloss die Familie das Restaurant und richtete den Betrieb stärker auf den Business-Tourismus aus.
Ein Quartier im Wandel
Der einstige Festsaal war in den 80er- und 90er-Jahren ein beliebter Treffpunkt mit bis zu 500 Gästen pro Abend. Später diente er Vereinen, politischen Anlässen und Tanzveranstaltungen.
Im Berner Breitenrain-Quartier wird der Verlust bedauert. Gleichzeitig zeigen viele Verständnis für die Neuausrichtung. Die Eröffnung der neuen Zimmer ist für Herbst geplant und markiert den Beginn eines weiteren Kapitels in der Geschichte des Hauses.
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