Was früher zwei klassische Zimmer waren, ist heute ein kuratierter Erlebnisraum: Die Zimmer 104 und 105 im «Bäre Tower» wurden zum Museumszimmer umgebaut, in dem man nicht nur übernachtet, sondern auch entdeckt. Auf 64 Quadratmetern erleben Gäste die Geschichte der Kommunikation.

Das Konzept stammt vom mehrfach ausgezeichneten Museum für Kommunikation. Die Umsetzung erfolgte durch Hoteldirektorin Laura Canelli, Nico Gurtner sowie Szenografin Heidy-Jo Wenger, die den Raum atmosphärisch inszenierte.

Kommunikation zum Anfassen
Im Zentrum steht ein «Hirn im Käfig», inspiriert von der Dauerausstellung des Museums. Sie symbolisiert, wie Menschen denken, fühlen und kommunizieren. Das Konzept bildet die Brücke zwischen Hotel und Museum.

Rund 15 Exponate machen die Entwicklung der Kommunikation erlebbar: historische Briefe, eine PTT-Uniform, alte Mobiltelefone sowie Fotografien und Alltagsobjekte. Interaktive Elemente, Fragen und Zitate regen zum Nachdenken an. Ein Tagebuch lädt Gäste ein, eigene Gedanken zu hinterlassen.

Neuer Zugang zu Kultur
Das Museumszimmer versteht sich als niederschwelliger Zugang zur Kultur. «Ein Hotelzimmer kann Emotionen wecken und zum Nachdenken anregen», sagt Laura Canelli. Auch das Museum sieht Potenzial: Das Angebot bringt Inhalte direkt zu neuen Zielgruppen.

Impuls für den Tourismus
Das Projekt verbindet Übernachtung und Kultur zu einem neuen touristischen Erlebnis. Es richtet sich an kulturinteressierte Gäste, Familien und internationale Reisende und stärkt die Destination Bern.

Seit April ist das Zimmer buchbar – ohne Aufpreis. Gäste profitieren zudem von reduziertem Eintritt ins Museum. Das Projekt ist vorerst auf ein Jahr angelegt. (mm)


[RELATED]