Mirjam Jäger (35), Teamleiterin Réception im Hotel Nomad, Basel
Seit acht Jahren arbeite ich nun schon im Hotel Nomad. Der grosse Unterschied zu allen anderen Betrieben, die ich bisher kennengelernt habe: Hier steht der Mensch im Mittelpunkt und ich erfahre Wertschätzung. Wie die Person ins Team passt, ist wichtiger, als welche Diplome sie hat. Die Wertschätzung kommt unter anderem in Mitarbeitendengesprächen zum Ausdruck. Ich höre viel Lob, aber auch mal Kritik, das hält sich die Waage.

Zudem gibt es Benefits. Dazu gehören ein Gratis-Feierabendgetränk und Rabatt in den Betrieben des Unternehmens. Die Krafft-Gruppe zahlt einen Beitrag an die Turnschuhe, die wir zum Arbeiten brauchen. Zweimal jährlich gibt es ein Mitarbeitendenfest. Das sind alles Sachen, die Wertschätzung ausdrücken. [RELATED]

Der Lohn und Wochenendentschädigungen stehen für mich im Hintergrund.
Mirjam Jäger

Wenn sich die Umstände im Leben ändern, findet das Unternehmen Lösungen, die für beide passen. Vor zweieinhalb Jahren bin ich der Liebe wegen nach Zürich gezogen und pendle seither nach Basel. Als Kompromiss kann ich einen Tag Homeoffice machen. Das sehe ich als grosses Zeichen, dass man mich als Mitarbeiterin schätzt. Der Lohn und Wochenendentschädigungen stehen für mich im Hintergrund. Für mich war das Arbeiten am Wochenende immer Einstellungssache. Es fällt mir aber auch auf, dass die jüngere Generation schon im Bewerbungsprozess fix ein bis zwei freie Wochenenden zugesichert haben will.

Ein ganz toller Punkt hier ist auch der Gestaltungsfreiraum. Jeder kann seine Meinung äussern und wird ernst genommen. Wenn es möglich ist, setzen wir es um. Dass wir nicht von oben herab entscheiden, sondern gemeinsam Lösungen erarbeiten, hat einen grossen Stellenwert. Was die Krafft-Gruppe ausserdem abhebt, ist die grosse Transparenz. Es wird offen kommuniziert, wie das Unternehmen dasteht, welchen Umsatz es macht und wo Kosten gespart werden müssen. Mitarbeitenden fällt es so leichter, sich zu identifizieren – und das macht es attraktiv.

Cédric Brantz (32), stellvertretender Restaurant-Manager im Hotel Omnia, Zermatt
Ich bin seit über einem Jahr im Hotel Omnia. Es gefällt mir sehr gut hier, deswegen werde ich länger bleiben. Der Hauptgrund: In unserem Betrieb haben wir untereinander ein sehr familiäres Verhältnis. Wir unternehmen auch in der Freizeit etwas zusammen. In unserem Aufgabengebiet können wir quasi machen, was wir wollen. Beispielsweise haben wir im Restaurant eine sehr schöne Weinkarte aufgebaut. Wir können einkaufen, was wir wollen. Auch den Service im Restaurant können wir nach unseren Ideen gestalten.

Auf jeden Fall spielt die Betriebskultur eine grosse Rolle für die Arbeitszufriedenheit. Die Hierarchie im «Omnia» ist flach. Wenn wir Feedback geben, hört man auf uns. Die Leitung ist offen für Veränderungen. Sie lebt es vor, und wir leben es nach. General Manager Christian Eckert und weitere Leitende haben so wie ich die SHL abgeschlossen; wir ticken ähnlich.

In unserem Betrieb haben wir untereinander ein sehr familiäres Verhältnis.
Cédric Brantz

Arbeit und Privates zu vereinbaren, ist allgemein eher schwierig in der Branche. Ich bin zum Arbeiten nach Zermatt gekommen. Und Zermatt habe ich wegen des «Omnia» gewählt. Ich schaue primär auf die Karriere. Wir haben alle zwei Tage pro Woche frei. Der Wintersport ist für mich sekundär. Die SHL habe ich gemacht, um eine Kaderposition übernehmen zu können. Das hat auch einen besseren Lohn zur Folge. Lohn sowie Fringe Benefits stehen aber nicht im Vordergrund. Wir haben in Zermatt eine Staff Card, damit erhalten wir Vergünstigungen. Einmal pro Jahr offeriert uns das Hotel ein Menü im Restaurant.

Ich schätze es sehr, dass das «Omnia» uns ein Studio zur Verfügung stellt. Wir müssen es zwar bezahlen, aber es ist ein grosses Plus. Zuvor war ich fünf Jahre im Hotel Storchen in Zürich. Normalerweise wechselt man nach zwei oder drei Jahren die Stelle. Wenn es mir an einem Ort gefällt, bleibe ich länger.

Anina Thom (27), Frontoffice-Manager im Hotel Widder, Zürich
Ich habe eine dreijährige Lehre im Hotel Storchen gemacht und bin danach über sechs Jahre dort im Team geblieben. Mir hat vor allem die familiäre Atmosphäre gefallen. Vor zweieinhalb Jahren habe ich ins Widder Hotel gewechselt. Ich konnte sehr schnell Verantwortung übernehmen und mich laufend weiterentwickeln. Die Hotelgruppe hat wunderschöne Hotels, Restaurants und Landwirtschaftsbetriebe. Die 5-Sterne-Hotellerie hat meiner Meinung nach ihr verstaubtes Image abgestreift. Ich kann mich sehr gut mit dem Unternehmen identifizieren. Inzwischen wirke ich auch beim Rekrutierungsprozess mit.

Wir schauen uns die Bewerbenden sehr sorgfältig an, suchen vor allem neue Mitarbeitende, die von ihrer Persönlichkeit gut ins bestehende Team passen, denn wir sind hier ein junges, dynamisches und sehr motiviertes Team. Die Mitarbeitenden haben ein Mitspracherecht, und wir können die Prozesse mitgestalten. Das Schöne in unserer Branche ist, dass wir bezüglich Arbeitstage und Schichten flexibel sind. Wir passen die Einsatzpläne den individuellen Wünschen an, das funktioniert gut. Ich selbst kann meine Hobbys rund um meine Arbeitszeiten legen. Da ich meinen Plan selbst schreiben kann, ist meine Work-Life-Balance, und die meines Teams, sehr gut.

Die 5-Sterne-Hotellerie hat meiner Meinung nach ihr verstaubtes Image abgestreift.
Anina Thom

Natürlich ist es auch wichtig, einen angemessenen Lohn zu haben. Auch Fringe Benefits machen einen Arbeitgeber attraktiv. Wir können in verschiedenen Betrieben zu vergünstigten Mitarbeitenden-Raten logieren und profitieren in unseren Restaurants und Bars von einem Rabatt – es ist wichtig, dass wir die 5-Sterne-Experience nicht nur passiv wahrnehmen, sondern sie auch einmal selbst geniessen können.

Lukas Müller (28), Projektmanager im Hotel Hof Weissbad, Weissbad
Es gibt viele Gründe, warum ich sehr gern im Hotel Weissbad arbeite. Der wichtigste ist die Wertschätzung, die uns die Direktion und die Vorgesetzten entgegenbringen. Ich kann meine Anliegen und Ideen einbringen. Man vertraut mir und ermutigt mich, es so zu machen, wie es mich gut dünkt. Heute bin ich für den Betrieb des neuen Bade- und Saunahauses zuständig. Als ich diesen Job übernahm, konnte ich die Prozesse von Grund auf definieren.

Ich habe bereits die Lehre im Hotel Hof Weissbad gemacht, ab 2018 war ich an der Hotelfachschule. Zwei Praktika habe ich in dieser Zeit hier absolviert. Während eines Praktikums habe ich ein Konzept für das Employer Branding geschrieben. Die Betriebskultur ist sehr wichtig: Die Vorgesetzten leben Positives vor – handeln also auch nach den Werten. Ich denke, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Privatem davon abhängt, wie man die Mitarbeitenden sucht.

Der Lohn ist nicht der grösste Motivator, er sollte aber schon angemessen sein.
Lukas Müller

Wer gern wandert und sportlich aktiv sein will, ist bei uns goldrichtig! Aber wir sind hier auf dem Land. Im nahen Appenzell gibt es Bars, und man ist schnell in St. Gallen. Ich bin hier aufgewachsen und fühle mich ohnehin zu Hause. Wichtig ist es, dass Betriebe alle Mitarbeitenden integrieren, etwa mit Teamanlässen. In der Zimmerstunde unternehmen wir zuweilen etwas, sind im Aescher oder am Seealpsee oder gehen in eine Bar in Appenzell.

Der Lohn ist nicht der grösste Motivator, er sollte aber schon angemessen sein. Ein Betrieb kann mehr punkten, wenn sich Mitarbeitende wohlfühlen und Freude am Job haben. Fringe Benefits gehören heute wohl einfach dazu. Wir haben einen Freipass für die Säntis-Bahn, den sich die Mitarbeitenden teilen. Es gibt eine Appenzeller Mitarbeiterkarte, und in den Private-Selection-Hotels können wir zu guten Konditionen übernachten. Im eigenen Betrieb haben wir 20 Prozent Rabatt auf die Konsumation und vieles mehr.

Nadine Bauert (20), stellvertretende Chef de Réception im Park Hotel Winterthur, Winterthur
Das Team im Park Hotel Winterthur ist super. Die Vorgesetzten sind sehr kompetent, und wir haben ein sehr gutes Arbeitsklima. Wenn einmal ein Fehler passiert, hat die Leitung Verständnis und steht hinter uns. Ich arbeite seit zwei Jahren im Park Hotel Winterthur. Kürzlich bin ich zur Stv. Chef de Réception befördert worden. Was mir hier besonders gefällt, ist die Wertschätzung. Wenn es positive Rückmeldungen von Gästen gibt, wird dies an die entsprechenden Mitarbeitenden weitergeleitet. Wir werden in der Aus- und Weiterbildung gefördert.

Das Team und wie der Betrieb organisiert ist, steht für mich bei der Arbeitszufriedenheit im Zentrum.
Nadine Bauert

Wenn wir unregelmässige Schultage haben, wird das in der Arbeitsplanung berücksichtigt. Es ist auch gut möglich, Hobbys oder andere Freizeitaktivitäten mit dem Beruf zu vereinbaren. Wenn jemand beispielsweise jeden Dienstag in ein Training will, schaut man bei der Planung, dass diese Person dann nicht Spätdienst hat. Zu 99 Prozent werden unsere Wünsche berücksichtigt.

Das Team und wie der Betrieb organisiert ist, steht für mich bei der Arbeitszufriedenheit im Zentrum. Selbst Leute, die hier probehalber arbeiten und sich dann doch anders entscheiden, erwähnen, dass sie die Atmosphäre aussergewöhnlich positiv erleben. Der Teamgeist zeigt sich in der Interaktion zwischen den Abteilungen: Das Housekeeping hilft an der Réception aus, wenn wir in der Pause sind, die Réception im Housekeeping oder auch im Service, wenn es einen Engpass gibt.

Auch Fringe Benefits sind aus meiner Sicht ein Ausdruck von Wertschätzung. Beispielsweise erhalten wir im eignen und im Partnerbetrieb für bis zu fünf Personen 50 Prozent Rabatt und können uns jährlich einen Gutschein unserer Wahl, etwa für ein Fitnessabo, im Wert von 350 Franken aussuchen. Wir können auch Inputs zur Anpassung von Abläufen geben, diese werden berücksichtigt. Es gibt Prozesse, die vorgeschrieben sind, so etwa das Check-in, sonst sind wir frei.