Die Kursaal Bern AG hat im Geschäftsjahr 2025 ihre Erwartungen erfüllt. Der Umsatz lag bei 74,7 Millionen Franken, das EBITDA bei 12,4 Millionen Franken. Das anteilige Jahresergebnis erreichte 3,7 Millionen Franken und fiel damit leicht tiefer aus als im Vorjahr. Gleichzeitig stieg die Eigenkapitalquote auf 70,3 Prozent. Effizientes Kostenmanagement und optimierte Prozesse wirkten sich weiterhin positiv auf die Marge aus.
Herausfordernd waren insbesondere die Sperrung der Kornhausbrücke für die Gastronomie sowie der rückläufige Markt im terrestrischen Casino. Während die stationären Casinos Einbussen beim Bruttospielertrag verzeichneten, entwickelte sich das Onlinecasino 7melons.ch positiv.
Digitalisierung und Risiken
Die fortschreitende Digitalisierung steigert Effizienz und senkt Kosten, bleibt jedoch mit Risiken wie Cyberangriffen und Datenverlust verbunden. Entsprechend bleibt das Risikomanagement zentral.
Mitarbeitende und Nachhaltigkeit
Die Gruppe beschäftigte 533 Personen aus rund 45 Nationen. Die Absenzen im Stammhaus konnten deutlich reduziert werden. Im Bereich Nachhaltigkeit wurde der Betrieb erneut mit dem Label Green Key zertifiziert. Zudem wurden über 2,5 Tonnen Lebensmittel vor der Vernichtung gerettet.
Geschäftsbereiche im Überblick
Das Kongresszentrum erreichte seine Ziele, während der Kultursaal auf grosses Publikumsinteresse stiess. Das Hotel profitierte unter anderem von der UEFA Women’s EURO und steigenden Zimmerpreisen. In der Gastronomie führten Wetter und Baustellen zu Einbussen, während neue Angebote auf veränderte Gästebedürfnisse reagieren.
Ausblick
Die geopolitische Lage sorgt für Unsicherheiten. Dennoch rechnet die Kursaal Bern AG mit moderatem Wachstum. Strategisch bleibt das Ziel, die Position als führende Schweizer Gruppe in den Bereichen Kongress, Hotel, Gastronomie und Casino weiter auszubauen. Der Verwaltungsrat schlägt eine unveränderte Dividende von 22 Franken pro Aktie vor. (mm)
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