Der Umsatz der Kursaal Bern AG erhöhte sich im ersten Halbjahr leicht von 35,3 auf 35,9 Millionen Franken. Deutlicher fiel die Ergebnisverbesserung aus: Das EBITDA stieg von 4,4 auf 5,6 Millionen Franken, das anteilige Jahresergebnis von 0,4 auf 0,9 Millionen Franken. Die EBITDA-Marge erhöhte sich von 12,3 auf 15,7 Prozent, die Eigenkapitalquote lag bei 69,6 Prozent. Wachstumstreiber war vor allem das Casinogeschäft. Nach eigenen Angaben konnte die Gruppe ihre Stellung bei den terrestrischen Spielbanken behaupten und mit ihrem Online-Casino Marktanteile hinzugewinnen. [RELATED]

Hotel spürt Preissensibilität

Das Swissôtel Kursaal Bern startete nach Angaben des Unternehmens gut ins Jahr. Ab Februar schwächte sich die Entwicklung jedoch ab. Als Gründe nennt die Kursaal Bern AG den Nahostkrieg, eine zunehmende Preissensibilität der Gäste und den starken Franken. Mai und Juni lagen über den Erwartungen. Im Mai habe auch der Aufenthalt der kanadischen Nationalmannschaft während der Eishockey-WM positiv zum Geschäft beigetragen. Im Kongresszentrum prägten kurzfristige Buchungen und eine zurückhaltende Kaufbereitschaft das erste Halbjahr. Die Gastronomie startete teilweise verhalten.

24 Lernende in fünf Berufen

Im Mai wurde der Kursaal Bern als «Top-Ausbildungsbetrieb» der Stufe zwei ausgezeichnet. Alle Lernenden bestanden laut Mitteilung ihre Abschlussprüfung. Für den Sommer schuf das Unternehmen drei zusätzliche Lehrstellen und beschäftigt nun 24 Lernende in fünf Ausbildungsberufen. Für das zweite Halbjahr erwartet die Kursaal Bern AG Impulse aus dem Kongressgeschäft, verweist aber zugleich auf Risiken durch geopolitische Spannungen und deren wirtschaftliche Folgen. (mm)