Die Schweizer Kettenhotellerie wächst weiter. Mitte 2026 zählte das Beratungsunternehmen Horwath HTL insgesamt 536 Kettenhotels mit 51'050 Zimmern. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von rund 3 Prozent bei den Zimmern. Der Anteil der Kettenhotellerie am gesamten Schweizer Zimmerangebot stieg von 34,2 auf 35,6 Prozent.
Die Studie
Der «DACH Hotel & Chains Report 2026» von Horwath HTL untersucht die Entwicklung der Kettenhotellerie in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Fokus stehen Marktanteile, Hotelgruppen und das Zimmerangebot.
Zum vollständigen Report
Auffällig ist das Verhältnis zwischen einheimischen und internationalen Hotelgruppen. Beide betreiben in der Schweiz jeweils 268 Hotels. Internationale Ketten verfügen jedoch über rund zwei Drittel aller Kettenzimmer. Ihre Betriebe sind somit im Durchschnitt deutlich grösser als jene der Schweizer Gruppen.
Marriott wächst deutlich
Grösste Hotelgruppe in der Schweiz bleibt Accor mit 10'581 Zimmern. Dahinter folgt Marriott International, das seinen Zimmerbestand gegenüber dem Vorjahr um 21 Prozent erhöhte.
Zu den grössten einheimischen Gruppen zählen Horwath HTL Michel Reybier Hospitality, die Davos Klosters Bergbahnen und Hotels by Fassbind. Die Davos Klosters Bergbahnen betreiben unter den Marken Mountain Hotels und Mountain Resorts mehr als 20 Unterkünfte unterschiedlicher Kategorien.
Genf liegt vor Zürich
Besonders stark vertreten ist die Kettenhotellerie in den Städten. Genf liegt mit 7931 Kettenzimmern an der Spitze, gefolgt von Zürich mit 7640 Zimmern. Auch bei den geplanten Hotelprojekten führt Genf: Die Entwicklungspipeline umfasst dort 1346 Zimmer.
Österreich verzeichnet stärkstes Wachstum
Auch in Deutschland und Österreich gewinnen Hotelketten an Bedeutung. Insgesamt zählt Horwath HTL in der DACH-Region 4287 Kettenhotels mit 552'132 Zimmern. Ihr Anteil am gesamten Zimmerangebot stieg innerhalb eines Jahres von 36,6 auf 39,3 Prozent.
Den höchsten Kettenanteil weist Deutschland mit 45,5 Prozent auf. Die Schweiz folgt mit 35,6 Prozent vor Österreich mit 20,7 Prozent. Österreich verzeichnete mit einem Plus von 12 Prozent bei den Kettenzimmern allerdings das stärkste Wachstum der drei Länder.
Gleichzeitig wird die Expansion durch steigende Baukosten erschwert. In der DACH-Region ging die Zahl der im Bau befindlichen Hotelzimmer von rund 30'000 auf 29'000 zurück. Die Baukosten erhöhten sich innerhalb eines Jahres um rund 5 Prozent. Besonders in Deutschland gewinnen deshalb Markenwechsel und die Umwandlung bestehender Hotels an Bedeutung. (mm)
[RELATED]