Relais & Châteaux hat für ihre Mitglieder in 65 Ländern die digitale Plattform MyImpact eingeführt. Damit können unabhängige Hotels und Restaurants ihre CO₂-Emissionen erfassen, innerhalb des Netzwerks vergleichen und mögliche Reduktionsmassnahmen bewerten. Die Berechnung basiert auf der französischen ADEME-Methode sowie dem international verwendeten Greenhouse Gas Protocol. [RELATED]

Die Plattform berücksichtigt die betrieblichen und lokalen Gegebenheiten der einzelnen Häuser. Sie ermöglicht es, die Auswirkungen verschiedener Massnahmen auf die Emissionen zu simulieren und deren voraussichtliches Einsparpotenzial abzuschätzen. Ergänzend bietet MyImpact mehrsprachige Fachberatung und eine Austauschplattform für die Mitgliedsbetriebe. Nach Angaben von Relais & Châteaux haben im ersten Jahr nach der Einführung 39 Prozent der 580 Mitglieder ihre CO₂-Bilanz erfasst.

Dekarbonisierungspfad ab 2027 geplant

Auf Grundlage dieser Daten will die Vereinigung 2027 einen indikativen Dekarbonisierungspfad erarbeiten. Vorgesehen sind Empfehlungen für Emissionsziele, die auf die jeweiligen lokalen Bedingungen zugeschnitten werden.

Langfristig soll MyImpact über die Erfassung von Treibhausgasemissionen hinausgehen. Geplant sind zusätzliche Funktionen zur Bewertung regionaler Beschaffung, biodiversitätsfreundlicher Aussenanlagen und sozialer Kriterien am Arbeitsplatz.

Nachhaltigkeit wird Teil der Qualitätsbewertung

Parallel zur Einführung der Plattform baut Relais & Châteaux Nachhaltigkeitskriterien in sein Inspektionssystem ein. Die Mitgliedshäuser werden alle zwei Jahre anhand eines Fragebogens mit rund 500 Kriterien überprüft.

Seit 2025 bildet ein Nachhaltigkeits-Score die dritte Säule dieser Bewertung. Berücksichtigt werden unter anderem die Förderung lokaler Produkte, der Umgang mit Ressourcen und Massnahmen zur Sensibilisierung der Gäste. Ab 2027 sollen über MyImpact zusätzlich betriebliche Nachhaltigkeitspraktiken in die Bewertung einfliessen. (mm)