Die Schützen Rheinfelden AG stellt den Betrieb im Hotel Schiff am Rhein per Ende Oktober ein und verkauft die Liegenschaft. Dem Entscheid gingen mehrjährige Abklärungen voraus. [RELATED]

Bereits im vergangenen Jahr wurde ein geplanter Neubau verworfen. «Der Entscheid, uns vom Hotel Schiff zu trennen, ist das Resultat einer sorgfältigen Prüfung», sagt Verwaltungsratspräsidentin Antonia Jann. «In den letzten Monaten wurde deutlich, dass sich ein Betrieb am Standort Schiff mit den hohen Anforderungen des Klinik-im-Hotel-Konzepts nicht umsetzen lässt.» Ein reiner Hotelbetrieb komme für das Unternehmen nicht infrage, da er nicht der strategischen Ausrichtung entspreche.

Fokus auf zwei Standorte
Künftig richtet der Schützen seine Aktivitäten auf das Hotel Schützen Rheinfelden und das Hotel Eden im Park aus. In beide Häuser wurde in den vergangenen Jahren investiert.

«Die beiden Standorte Schützen und Eden bieten ideale Voraussetzungen, um unser Klinik-im-Hotel-Konzept gezielt weiterzuentwickeln», sagt Katharina Gessler, Vorsitzende der Geschäftsleitung und Klinikdirektorin. «In den modernisierten Häusern verbinden wir Psychosomatik, Psychiatrie und Psychotherapie mit hochwertiger Hotellerie.»

Betrieb läuft vorerst weiter
Das Hotel Schiff bleibt bis Ende Oktober in Betrieb. Rund 20 Mitarbeitende sind von der Schliessung betroffen. Mit ihnen werden laut Unternehmen Lösungen gesucht. Die bestehenden Mietverhältnisse bleiben vorerst bestehen.

Die künftige Nutzung der Liegenschaft ist offen. «Wir wollen eine gute und nachhaltige Lösung für Rheinfelden finden», sagt Jann. Man stehe dazu im Austausch mit der Stadt und prüfe auch Zwischennutzungen. (mm)