Die Zahl der Logiernächte nahm im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,6 Prozent zu, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Insgesamt übernachteten 3,3 Millionen Gäste in den hiesigen Hotels.

Zu verdanken ist das Plus dem starken Zuwachs bei den ausländischen Touristen. Hier stiegen die Übernachtungen gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,9 Prozent auf 1,6 Millionen. Bei den einheimischen Gästen ergab sich ein Plus von 2,4 Prozent auf 1,7 Millionen. Die Hotelbranche befindet sich damit weiterhin im Hoch. Im vergangenen Jahr hatte die Branche mit 43,9 Millionen Übernachtungen den Spitzenwert aus dem Jahr 2024 erneut übertroffen.
 
Erste Prognosen veröffentlichte das BFS bereits Ende Februar. Dort schlüsselte es die Herkunft der Reisenden detaillierter auf: Der wichtigste europäische Herkunftsmarkt Deutschland verzeichnete demnach ein Wachstum von 1,4 Prozent. Auch das Vereinigte Königreich legte mit 0,9 Prozent leicht zu. Rückläufig waren dagegen die Logiernächte aus Frankreich mit minus 0,8 Prozent. Insgesamt nahm die Nachfrage aus Europa um 3,5 Prozent zu. Deutlich stärker wuchs erneut der amerikanische Markt. 

Ausfall einzelner Fernmärkte könnte schmerzhaft werden
Die Übernachtungen von Gästen aus den USA stiegen um 7,1 Prozent. Für den gesamten amerikanischen Kontinent resultierte ein Plus von 7,2 Prozent.

Ein anderes Bild zeigt sich bei Reisenden aus asiatischen Ländern. Hier sank die Zahl der Logiernächte um 9,5 Prozent. Besonders stark fiel der Rückgang aus China mit minus 32 Prozent aus. Zulegen konnten hingegen Indien mit 69 Prozent sowie die Golfstaaten mit 14 Prozent. 

Die neuen Zahlen des Bundesamtes für Statistik zeigen zugleich, weshalb der Ausfall einzelner Fernmärkte mit dem Krieg im Nahen Osten für die Branche besonders schmerzhaft sein könnte. Im Jahr 2025 wurden in der Schweiz 813'700 Hotellogiernächte von Gästen aus den Golfstaaten registriert. Mit durchschnittlichen Tagesausgaben von rund 400 Franken gehören sie zu den kaufkräftigsten Besuchenden. Der Durchschnitt aller internationalen Gäste liegt bei 187 Franken. (keystone-sda/bb)


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