Der Anstieg entspricht einem Plus von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auffällig: Während die Hotelübernachtungen um 2,5 Prozent auf 135'000 zurückgingen, legte die Parahotellerie deutlich zu:  um über 35 Prozent auf 63'000 Übernachtungen. Grund dafür ist das wachsende Angebot an Ferienwohnungen, sowohl von Privaten als auch von kommerziellen Anbietern.[RELATED]

Nachhaltigkeit statt Rekordjagd
Die Spiez Marketing AG (SMAG) sieht den Tourismus als Teil einer ganzheitlichen Standortförderung, zu der auch Wohnen und Wirtschaft gehören. Geschäftsführer Stefan Seger stellt klar: «Es ist überhaupt nicht unser Ziel, Logiernächterekorden nachzujagen. Der Tourismus wird nicht zulasten der Bevölkerung gefördert.» Seit August ist die Organisation Teil des Nachhaltigkeitsprogramms Swisstainable von Schweiz Tourismus.

Arbeitsgruppe definiert Massnahmen
Auf Initiative des Gemeinderats wurde eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, bestehend aus Vertretungen verschiedener Interessengruppen. Sie hat tourismusbedingte Herausforderungen analysiert und Lösungsansätze formuliert. Die Ergebnisse sind in den Massnahmenplan 2026 eingeflossen. «Wir starten in diesem Jahr mit der Umsetzung. Aber es ist ein Marathon, kein Sprint», so Seger.

Schweiz bleibt wichtigster Quellmarkt
Die Herkunft der Gäste blieb stabil: Über die Hälfte der Hotelübernachtungen entfiel auf Schweizer Gäste, gefolgt von China (9 %), Deutschland (7 %) und den USA (5 %). In der Parahotellerie liegt die Schweiz mit 15 % ebenfalls vorn, gefolgt von China (11 %), den USA (10 %) und Deutschland (9 %). (mm)