Als Marriott 2021 in Rapperswil ein «Moxy» eröffnete, war das mehr als eine weitere Hoteleröffnung. Das Haus stand für einen Wandel in der Schweizer Stadthotellerie. Weg vom klassischen Businesshotel, hin zu einem jüngeren, international geprägten Lifestyle-Konzept mit Lobby als Treffpunkt, offenen Aufenthaltsräumen und bewusst informeller Atmosphäre.[RELATED]
Internationale Marken entdecken kleinere Städte
Damals war die Marke in der Schweiz erst an wenigen Standorten präsent. Neben Bern und Lausanne erhielt nun auch Rapperswil ein Hotel der Marriott-Lifestylelinie. Dass die Wahl auf die Rosenstadt fiel, überraschte zunächst. Doch die Region verfügte über eine Mischung aus Freizeit-, Bildungs- und Geschäftstourismus, die für internationale Betreiber zunehmend attraktiv wurde.
Vom Businesshotel zur Erlebniswelt
Das Konzept setzte stark auf Design und Aufenthaltsqualität. Sichtbeton traf auf Vitra-Möbel, Bücherregale auf Kaminfeuer. Die Lobby wurde zum Wohnzimmer auf Zeit. Damit reagierte die Branche auf veränderte Gästebedürfnisse. Gerade jüngere Reisende suchten weniger klassische Hotellerie als flexible Räume zum Arbeiten, Treffen oder Verweilen.
Sommerserie
Die Serie «Heute vor fünf Jahren» blickt auf Meldungen zurück, die den Tourismussektor und die Hotel- sowie Gastrobranche 2021 geprägt haben.
Aufbruch in unsicheren Zeiten
Betrieben wurde das Haus von der internationalen Hotelgruppe RIMC. Die Eröffnung fiel in eine Phase, in der sich die Schweizer Hotellerie langsam von den Pandemiejahren erholte. Neue Projekte wurden wieder sichtbar, zugleich blieb die Unsicherheit im Markt gross. Rückblickend zeigt das «Moxy» Rapperswil , wie internationale Marken auch kleinere Städte als Zukunftsstandorte entdeckten. (redaktion/bb)