Der Schweizer Tourismus-Verband tritt der Allianz Stark+Vernetzt bei. Mit diesem Schritt bekräftigt der Dachverband des Schweizer Tourismus seine Unterstützung für den bilateralen Weg der Schweiz mit der Europäischen Union. Für den Tourismussektor sind stabile Beziehungen zur EU zentral, insbesondere mit Blick auf den Fachkräftemangel, die internationale Erreichbarkeit sowie die langfristige Wettbewerbsfähigkeit.
Stark+Vernetzt ist eine Initiative von Economiesuisse und engagiert sich seit 2015 für eine konstruktive Europapolitik. Der Allianz gehören rund 100 Organisationen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Gesundheit, Kultur und Zivilgesellschaft an.
Vor wichtigen Entscheiden
Die Schweiz steht vor wegweisenden europapolitischen Entscheiden. Mit den Bilateralen III liegt ein Vertragspaket vor, das die Beziehungen zur EU stabilisieren und weiterentwickeln soll. Ohne dieses Paket droht eine schrittweise Erosion der bestehenden Abkommen, was die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft schwächen würde. Zudem stimmt das Volk voraussichtlich im Juni 2026 über die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» ab. Eine Annahme könnte zur Kündigung des Freizügigkeitsabkommens führen.
Zentrale Rolle der Personenfreizügigkeit
Der Tourismus ist stark auf Arbeitskräfte aus dem EU-Raum angewiesen. Ein grosser Teil des Personalbedarfs wird dank des Freizügigkeitsabkommens ohne administrative Hürden gedeckt. Fiele diese Grundlage weg, drohten Angebotsabbau, Qualitätsverluste und Betriebsschliessungen. Zudem ist das Abkommen Basis für Schengen. Ohne Schengen würde die Schweiz zur Visumsinsel, was ihre Attraktivität für internationale Gäste deutlich mindern würde.
Mit dem Beitritt zur Allianz unterstreicht der Schweizer Tourismus-Verband sein Engagement für verlässliche Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU. (mm)