Die Bündner Bergbahnunternehmen sind mit leichten Einbussen in das neue Jahr gestartet. Laut dem aktuellen Monitor von Bergbahnen Graubünden lagen die Ersteintritte im Januar um 3,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Hauptgrund waren fehlende Tagesgäste, trotz guter Pistenverhältnisse auf beschneiten Abschnitten.
Winterstimmung ohne Neuschnee
Während sich Ferien- und Zweitwohnungsaufenthalte stabil entwickelten, blieben spontane Besuche aus. «Im Gegensatz zu Einheimischen, Zweitheimischen und Feriengästen haben die Tagesgäste wohl nicht geglaubt, wie gut die Schneesportbedingungen dank der Beschneiung sind», so Markus Moser, Präsident von Bergbahnen Graubünden. Im Raum Nordbünden erreichte der Januar-Niederschlag gemäss Meteo Schweiz lediglich 32 Prozent des langjährigen Mittels.
Berggastronomie und Beschneiung als Erfolgsfaktor
Die Berggastronomie konnte sich besser behaupten. Viele Gäste nutzten das sonnige Wetter zum Winterwandern, Schlitteln oder Verweilen auf den Terrassen. Die Umsätze bewegten sich auf dem Niveau des Vorjahres.
Wie schon in der Festtagsperiode zeigte sich auch im Januar ein heterogenes Bild: Destinationen mit effizienter Beschneiung und grosszügigem Pistennetz profitierten überdurchschnittlich. Die technische Beschneiung bleibt damit ein zentraler Wettbewerbsfaktor, insbesondere für kleinere und mittelgrosse Bergbahnunternehmen, die sich mit Investitions- und Wasserverfügbarkeitsfragen konfrontiert sehen.
Langfristige Entwicklung positiv
Trotz des durchwachsenen Monats fällt die Zwischenbilanz per Ende Januar leicht positiv aus: Kumuliert liegen die Ersteintritte 0,6 Prozent über dem Vorjahr. Im Vergleich zu den Fünf- und Zehnjahreswerten ergibt sich sogar ein deutliches Plus von 8,2 Prozent beziehungsweise 12,1 Prozent. Auch die Gästezahlen liegen im selben Zeitraum kumuliert 13,6 Prozent beziehungsweise 19,6 Prozent höher.
«Abgerechnet wird bekanntlich erst Ende Saison», kommentiert Markus Moser. Für die laufende Wintersaison zeigt sich die Branche laut eigenen Angaben bislang robust. (mm)