Die Wintersaison 2014/2015 begann verhalten. In den Berner Regionen Chasseral, Gantrisch und Habkern-Lombachalp konnten wegen des weihnächtlichen Schneemangels in den ersten zwei Betriebswochen praktisch keine Gäste transportiert werden. Einzig in der Region Moosalp herrschten von Anfang an winterliche Verhältnisse. Mit dem Januarschnee kamen die Gäste überall in Scharen. Insgesamt konnte das zweitbeste Resultat seit der Lancierung der Bus alpin-Angebote im Winter 2005/2006 verzeichnet werden. Total wurden die Busse von 4869 Fahrgästen benutzt, was einem Plus von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Während nur die Minderheit der Bus-alpin-Regionen im Winter Busbetriebe anbieten, sind für die Sommersaison alle 13 Regionen in den Startlöchern, wie der Verein für die ÖV-Erschliessung touristischer Ausflugsziele im Schweizer Berggebiet mitteilt. Bereits in Betrieb seien die Busse in den Jura- und Voralpenregionen. Vor einer spannenden Test-Saison steht der Naturpark-Bus im solothurnischen Naturpark Thal. Das neue Angebot mit Fahrten über Mittag auf den Brunnersberg und später nachmittags ab der Oberen Tannmatt komme einem Gäste-Bedürfnis nach, so Bus alpin. Regula Grütter vom Naturpark Thal: «Dank neuer Kombination der Fahrstrecken können wir für Wandernde noch interessantere Buskurse anbieten. Somit sollten wir es im siebten Betriebsjahr schaffen, erstmals die Tausendermarke zu knacken, zumal wir bereits letztes Jahr ein Rekordergebnis verzeichnen konnten.»

In der Bündner Region Bergün kann das Angebot um ein Kurspaar auf insgesamt drei tägliche Verbindungen ausgebaut werden. Der Betreiber des Bus alpin Bergün, Hanspeter Enderlin von Mountain Tours: «Viele Gäste wünschten einen Mittagskurs ins Val Tuors. Diesen haben wir letztes Jahr während einiger Wochen getestet. Die guten Erfahrungen haben die regionalen Träger nun dazu bewogen, das Angebot fix einzuführen.» Im Val Sumvitg in der Region Greina dagegen muss aufgrund finanzieller Engpässe der Betrieb reduziert werden. Nach den Sommerferien verkehrt neu von Montag bis Donnerstag ein Rufbus. Letztes Jahr konnte ein täglicher Betrieb ohne Vorbestellung angeboten werden. Dieser wurde aber wegen des schlechten Sommerwetters zu wenig genutzt. (htr/dst)