Der Garantiefonds der Schweizer Reisebranche präsentiert für 2025 ein solides provisorisches Jahresergebnis. Zwar lagen die Umsätze leicht unter Budget, dennoch konnten die Reserven für künftige Schadenfälle weiter ausgebaut werden. Ausschlaggebend dafür waren positive Anlageergebnisse sowie das Ausbleiben von Konkursfällen.
André Dosé, Präsident des Stiftungsrates, spricht von einer Phase der Konsolidierung nach Jahren starken Wachstums. Die Teilnehmereinkünfte hätten sich wie erwartet stabilisiert. Besonders positiv wertet er, dass im Jahr 2025 keine Konkursfälle zu verzeichnen waren. Dies zeige die Robustheit der Branche.
Einen wesentlichen Beitrag zum Ergebnis leistete das Anlagevermögen. Trotz Unsicherheiten an den Aktienmärkten erzielte der Fonds eine deutlich positive Rendite. Dadurch konnten die Reserven um rund 3,3 Millionen Franken erhöht werden.
Der Stiftungsrat hat entschieden, auch für 2025 eine Rückvergütung zu gewähren. Diese beträgt 20 Prozent der im Vorjahr bezahlten Beiträge. Die Verrechnung erfolgt mit der zweiten Akontozahlung im August 2026. Anspruchsberechtigt sind alle Teilnehmenden, die vor dem 1. Januar 2026 beigetreten sind und sich nicht in Kündigung befinden.
Dosé blickt optimistisch nach vorne. Der Garantiefonds sei gut aufgestellt und werde weiter gestärkt. Ziel bleibe es, ein verlässliches Sicherheitsnetz für die Schweizer Reisebranche zu bieten und damit auch das Vertrauen der Reisenden zu sichern. (mm)
Über den Garantiefonds der Schweizer Reisebranche
Der Garantiefonds der Schweizer Reisebranche ist eine unabhängige, im Handelsregister eingetragene Stiftung. Seit 1994 schützt er Kundengelder bei Pauschalreisen. Aktuell sind rund 400 Reiseveranstalter und Vermittler mit fast 900 Filialen und Brands aus der Schweiz und Liechtenstein angeschlossen. Seit der Gründung wurden über 20 Millionen Franken eingesetzt, um rund 30'000 Konsumentinnen und Konsumenten nach Konkursfällen zu unterstützen.