Die Jungfraubahn-Gruppe hat in den ersten vier Monaten des Jahres weniger Gäste transportiert. Insgesamt gingen die Frequenzen von Januar bis April um 5,7 Prozent zurück. Gründe dafür seien die kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten sowie die damit verbundenen Einschränkungen im Flugverkehr, teilt das Unternehmen mit.[RELATED]
Jungfraujoch am meisten betroffen
Besonders stark betroffen ist das Jungfraujoch. Dort sank die Zahl der Gäste im Vergleich zur Vorjahresperiode um 12,3 Prozent auf 181'900. Auch die sogenannten Erlebnisberge wie Grindelwald-First oder Harder Kulm verzeichneten weniger Besuchende. In diesem Bereich resultierte ein Minus von 9,6 Prozent auf 216'900 Gäste.
Im Wintersport fiel der Rückgang geringer aus. Die Zahl der Skier Visits, also der Ersteintritte, sank um 3,3 Prozent auf 932'200.
Weitere Belastungsfaktoren
Als zusätzliche Belastungsfaktoren nennt die Jungfraubahn-Gruppe höhere Kerosinpreise sowie eine wachsende Unsicherheit auf asiatischen Märkten. Trotz der rückläufigen Entwicklung spricht das Unternehmen von einem weiterhin guten Buchungsstand für die kommenden Monate.
Die Gruppe verweist zudem auf ihre langfristige Strategie und die breite geografische Abstützung. Dadurch sei sie weniger abhängig von einzelnen Märkten.
Die im Januar kommunizierten Finanzziele bis 2030 hält das Unternehmen weiterhin aufrecht. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 könnten diese jedoch verfehlt werden. Wie stark sich der Konflikt auf das Jahresergebnis auswirkt, will die Jungfraubahn-Gruppe mit dem Halbjahresbericht Ende August genauer einschätzen. (keystone-sda)