Der Luzerner Stadtrat will die Volksinitiative «CityLink Luzern» ablehnen. Das Projekt der privaten Interessengemeinschaft CityLink sieht eine Seilbahn vom Gebiet Ibach in die Altstadt vor. Reisebusse sollen künftig ausserhalb des Zentrums parkieren, während Gäste mit der Bahn ins Stadtzentrum gelangen.[RELATED]

Bestehende Verkehrsprobleme ungelöst

Nach Ansicht des Stadtrats löst das Projekt die bestehenden Verkehrsprobleme jedoch nicht. Das seit Frühling 2025 geltende Reisebusregime mit einer Haltegebühr von 100 Franken habe die Zahl der Reisebusse am Schwanenplatz bereits um 56 Prozent reduziert. Die Stadt wolle diesen Weg mit betrieblichen Massnahmen weiterverfolgen.

Kritisch beurteilt der Stadtrat zudem die geplante Transportkapazität von bis zu 5'000 Personen pro Stunde. Dadurch könnten neue Belastungen in der Altstadt entstehen. Gleichzeitig befürchtet die Stadt zusätzlichen Autoverkehr rund um das Gebiet Ibach. Auch finanziell sieht sie erhebliche Risiken, falls das privat finanzierte Projekt scheitern sollte. Zudem würden Einnahmen von jährlich rund 2,2 Millionen Franken aus Parkierungsgebühren und Baurechtszinsen entfallen.

Tourismus Forum widerspricht

Das Tourismus Forum Luzern (TFL) weist die Argumentation des Stadtrats zurück. Präsident Ferdinand Zehnder bezeichnet den Entscheid als Ausdruck politischen Stillstands. 

Aus Sicht des TFL würde CityLink nicht nur den Reisebusverkehr aus der Innenstadt verlagern, sondern auch das Luzerner Kantonsspital besser erschliessen und einen Mehrwert für Bevölkerung, Wirtschaft und den öffentlichen Verkehr schaffen. Das Forum kritisiert zudem, der Stadtrat betone Risiken, ohne diese ausreichend zu belegen, und lege keine gleichwertige Alternative zur Verbesserung der Reisebuslogistik vor.

Über den Bericht des Stadtrats berät der Grosse Stadtrat voraussichtlich im September. Die Volksabstimmung ist für Februar 2027 vorgesehen.