Die Gemeinde Saanen im Berner Oberland unterstützt die Bergbahnen Destination Gstaad (BDG) für weitere sechs Jahre mit jährlich 3,8 Millionen Franken. Die Leistungsvereinbarung läuft damit bis 2032. An der Gemeindeversammlung vom 18. September stimmten 192 Personen dafür, 26 dagegen, 20 enthielten sich.

Zusätzlich genehmigte die Versammlung einen Nachkredit von 12 Millionen Franken für das Generationenprojekt Horneggli-Hornberg. Bereits 2022 hatte sie dafür 40 Millionen Franken bewilligt.

Projekt kostet inzwischen 120 Millionen Franken

Die Gesamtkosten wurden 2022 noch mit rund 90 Millionen Franken veranschlagt. Inzwischen liegen sie bei rund 120 Millionen Franken. Als Gründe werden unter anderem gestiegene Stahlpreise und Verzögerungen bei Bergbahnherstellern genannt. Die zusätzlichen 12 Millionen Franken werden auf die Jahre 2027 bis 2032 verteilt, wie der «Anzeiger von Saanen» berichtet. Für die Gemeinde bedeute dies eine «erhebliche Belastung für die Liquidität», sagte Gemeinderat Nathanael Perreten an der Gemeindeversammlung.

Einsprachen zurückgezogen

Auch bei der Planung ist das Projekt einen Schritt weiter. Nach Angaben der BDG konnten sämtliche Einsprachen gegen die Änderung der Überbauungsordnung Nr. 88 «Tourismusgebiet Saanenmöser–Schönried» bereinigt und zurückgezogen werden.

Damit kann das Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) die Überbauungsordnung genehmigen. Sie schafft die raumplanerische Grundlage für die geplanten Anlagen. Danach kann das Bundesamt für Verkehr (BAV) die Plangenehmigungsverfahren öffentlich auflegen.

Zum Projekt gehören die Gondelbahn Horneggli mit Tal- und Bergstation, die Sesselbahn Saanenwald–Hornfluh, der Speichersee Hornberg sowie eine Einstellhalle für 500 Autos.


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