Die Schweizer Bergbahnen verzeichnen von Mai bis Ende September 2026 schweizweit 10 Prozent mehr Ersteintritte als im Vorjahr. Gegenüber dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre beträgt das Plus 28 Prozent. Das zeigt das Saison-Monitoring von Seilbahnen Schweiz.
Für die Auswertung berücksichtigt der Branchenverband die Ersteintritte von mehr als 140 Mitgliedern aus der ganzen Schweiz.
Nach einem heissen und trockenen Sommer war auch der September freundlich und stabil. Laut Seilbahnen Schweiz wirkten sich die Bedingungen positiv auf Wanderungen, Ausflüge und Freizeitaktivitäten in den Bergen aus.
Berner Oberland mit stärkstem Zuwachs
Regional zeigen sich deutliche Unterschiede. Das Berner Oberland verzeichnet gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 22 Prozent. In Graubünden beträgt der Zuwachs 13 Prozent, in den Waadtländer und Freiburger Alpen 10 Prozent und in der Zentralschweiz 7 Prozent.
Das Wallis liegt 2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das Tessin und die Ostschweiz bewegen sich auf Vorjahresniveau.
In der Ostschweiz beeinflusst die Betriebseinstellung der Säntis-Schwebebahn während des Neubaus das Ergebnis. Ohne diesen Effekt würden die Ersteintritte laut Seilbahnen Schweiz gegenüber dem Vorjahr um rund 25 Prozent zulegen.
Im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre fällt das Wachstum noch höher aus. Schweizweit liegen die Ersteintritte 28 Prozent über dem Mittel. Das Berner Oberland erreicht ein Plus von 59 Prozent. Es folgen die Waadtländer und Freiburger Alpen mit 31 Prozent, die Zentralschweiz mit 30 Prozent, Graubünden mit 14 Prozent, das Tessin mit 12 Prozent und das Wallis mit 10 Prozent.
Kleine und grosse Unternehmen legen zu
Auch nach Unternehmensgrösse zeigt sich Wachstum. Unternehmen mit einem durchschnittlichen Verkehrsertrag von bis zu 2 Millionen Franken verzeichnen 14 Prozent mehr Ersteintritte als im Vorjahr. Bei Unternehmen mit mehr als 10 Millionen Franken Verkehrsertrag beträgt das Plus 13 Prozent.
Die mittlere Grössenkategorie mit einem Verkehrsertrag zwischen 2 und 10 Millionen Franken kommt auf ein Wachstum von 3 Prozent.
Mittlere Höhenlagen mit grösstem Plus
Die stärksten Zuwächse verzeichnen Bergbahnen in Höhenlagen zwischen 1000 und 2000 Metern über Meer. Dort liegen die Ersteintritte 15 Prozent über dem Vorjahr.
Bei Anlagen unter 1000 Metern beträgt das Plus 3 Prozent. Bergbahnen über 2000 Metern verzeichnen einen Zuwachs von 2 Prozent.
Berno Stoffel, Direktor von Seilbahnen Schweiz, sagt: «Die aktuelle Sommersaison zeigt, dass die Nachfrage breit abgestützt ist. Von der positiven Entwicklung profitieren nicht nur einzelne grosse Destinationen, sondern Bergbahnen unterschiedlicher Grössen und aus verschiedenen Regionen.» (mm)