Der Grosse Stadtrat Luzern hat die CityLink-Initiative mit 24 zu 20 Stimmen bei zwei Enthaltungen abgelehnt. Damit folgt das Stadtparlament der Haltung des Stadtrats. Die vorberatende Kommission hatte sich zuvor nach einem Stichentscheid ihrer Präsidentin knapp für die Initiative ausgesprochen.
Verbindung zwischen Ibach und Altstadt geplant
CityLink sieht eine Verbindung vom Arbeitsgebiet Ibach über das Friedental und das Kantonsspital bis in die Luzerner Altstadt vor. Vorgesehen sind eine oberirdische Seilbahn und ein unterirdischer Tunnel. Hinter dem Vorhaben steht eine private Interessengemeinschaft. Sie will das auf 150 bis 190 Millionen Franken veranschlagte Projekt selbst finanzieren. Die Stadt müsste jedoch die Rahmenbedingungen schaffen und Grundstücke vergünstigt im Baurecht abgeben.
Stadtregierung befürchtet zusätzlichen Verkehr
Mit dem Projekt sollen insbesondere Reisebusse aus der Innenstadt verlagert werden. In Ibach ist dafür ein neues Parkhaus vorgesehen. Die Stadtregierung beurteilt das Vorhaben anders: Sie befürchtet zusätzlichen Verkehr und ein grosses Personenaufkommen rund um eine Seilbahnstation in der Altstadt.
Tourismus Forum spricht von «Stillstand»
Das Tourismus Forum Luzern (TFL) reagiert kritisch auf den Parlamentsentscheid. Präsident Ferdinand Zehnder verweist darauf, dass die zuständige Kommission CityLink unterstützt hatte. «Das Parlament hat trotzdem Nein gesagt. Das ist kein Entscheid für eine bessere Innenstadt, das ist ein Entscheid für Stillstand», sagt Zehnder.
Das TFL argumentiert zudem, ohne CityLink blieben die Reisebusse am Schwanen- und Löwenplatz und das Kantonsspital aus seiner Sicht ungenügend erschlossen. Zehnder verweist dabei auch auf die vorgesehene private Finanzierung des Projekts. (keystone-sda, mm)
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