Der Energietourismus gilt als Zukunftsmarkt für die Schweizer Tourismusbranche. Im Rahmen eines praxisorientierten Projekts haben rund 100 Studierende des Studiengangs Tourismus an der HES-SO Wallis innovative Geschäftsideen entwickelt. Ziel war es, technische Energieanlagen in attraktive Erlebnisse für Gäste zu verwandeln und neue Wertschöpfungsmöglichkeiten für Regionen zu schaffen.
Die Studierenden simulierten den Aufbau eines Start-ups oder einer neuen Geschäftseinheit – von der Marktanalyse über die Angebotsentwicklung bis zur Finanzplanung. Insgesamt entstanden 20 Konzepte. Vier davon wurden am 11. Juni an der HES-SO Wallis in Siders öffentlich vorgestellt.
Energie als touristisches Erlebnis
Im Mittelpunkt des Projekts stand die Frage, wie erneuerbare Energien für Besucherinnen und Besucher erlebbar gemacht werden können. Neben innovativen Angeboten spielten die Einbindung lokaler Akteure, Nachhaltigkeit und klare Alleinstellungsmerkmale eine zentrale Rolle.
Zu den ausgewählten Projekten gehört «AXPOWERA», ein interaktives Erlebniszentrum in Bern mit einem schweizweiten Netzwerk von Energiewegen. Das Konzept «Oiken Horizon» kombiniert Führungen rund um die Walliser Wasserkraft mit regionalen Bierdegustationen. «Mont-Soleil» setzt auf Übernachtungen in einer autarken Bubble sowie einen frei zugänglichen Erlebnis-Lehrpfad im Berner Jura. Das Projekt «Groupe E·xplore» macht das Industrieerbe rund um den Maigrauge-Staudamm mit saisonalen Natur- und Kulturerlebnissen zugänglich.
Ausbildung mit Praxisbezug
«Der Energietourismus eröffnet der Schweiz neue Chancen. Dieses Projekt zeigt eindrücklich, wie innovativ und praxisorientiert die Ausbildung an der HES-SO Wallis ist», sagt Andreas Zenhäusern, Modulverantwortlicher des Projekts.
Die Studierenden hätten nicht nur theoretische Konzepte entwickelt, sondern unter realitätsnahen Bedingungen unternehmerisch gedacht und Lösungen mit wirtschaftlichem, ökologischem und gesellschaftlichem Mehrwert erarbeitet. (mm)
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