Die Titlis Bergbahnen haben im Geschäftsjahr 2024/25 weniger Gewinn erzielt als im Vorjahr. Grund dafür ist ein positiver Sondereffekt aus dem Vorjahr, der nun wegfällt. Operativ legte das Engelberger Unternehmen hingegen zu.
Per Ende Oktober beförderte der Bahnbetreiber 1,16 Millionen Fahrgäste. Das entspricht einem Plus von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit näherten sich die Frequenzen wieder dem Rekordniveau von 2018/19 mit 1,24 Millionen Passagieren an. Am stärksten wuchs die Nachfrage im Schneesportbereich mit einem Zuwachs von 8,5 Prozent. Auch bei Individualreisenden und Gruppenreisenden nahmen die Gästezahlen zu.
Grundstücksverkauf verzerrte Vorjahresvergleich
Der Verkehrsertrag stieg um 6,6 Prozent auf 53,3 Millionen Franken. Der gesamte Betriebsertrag sank jedoch um 5,1 Prozent auf 85,7 Millionen Franken. Im Vorjahr hatte ein Grundstücksverkauf einen einmaligen Ertrag von 8 Millionen Franken eingebracht. Gleichzeitig erhöhte sich der Betriebsaufwand um 4,3 Prozent auf 57,7 Millionen Franken, unter anderem wegen zusätzlicher Personalkosten im Zusammenhang mit dem laufenden Tagesbetrieb und den Bauarbeiten auf dem Titlis.
Gewinn rückläufig, Dividende stabil
Der EBITDA ging um gut 21 Prozent auf 23,6 Millionen Franken zurück. Unter dem Strich resultierte ein Reingewinn von 7,7 Millionen Franken nach 15 Millionen im Vorjahr. Die Dividende soll unverändert 80 Rappen je Aktie betragen.
Für die kommenden Jahre setzt Titlis Bergbahnen auf Wachstum durch Investitionen. Ein wichtiger Meilenstein war im Herbst die Entfernung des Gerüsts am Titlis Tower. Die Eröffnung ist für Ende Mai 2026 vorgesehen. Das Unternehmen erwartet davon eine stärkere internationale Wahrnehmung der Destination und zusätzliche Ertragsimpulse. (keystone-sda)
«Der Titlis Tower wird massgeblich zum Wachstum beitragen»
Die Titlis Bergbahnen verzeichnen steigende Gästezahlen, trotz tieferem Gewinn. CEO Norbert Patt erklärt, welche Märkte wachsen, wie die Wintersaison lief und warum der neue Aussichtsturm für die Zukunft zentral ist.[IMG 2]
Wie lief das Geschäft über die Feiertage?
Von November bis 13. Januar verzeichneten wir rund 10 Prozent mehr Ersteintritte als im Rekordwinter zuvor. Auch der Verkauf der Alpspass-Saisonabonnemente war stark. Für 2025/26 erwarten wir steigenden Betriebsertrag und Gewinn, trotz laufender Bauarbeiten.
Befürchten Sie nach den Ereignissen in Crans-Montana einen Imageschaden für den Schweizer Tourismus?
Das ist ein furchtbar trauriges Ereignis. Für uns gilt seit jeher: Bei der Sicherheit gibt es keine Kompromisse. Auf der Bergstation ist offenes Feuer seit Jahren verboten, auch Teelichter. Das Ereignis schadet der Schweiz insgesamt. So etwas darf nicht passieren und sich nicht wiederholen.
Was erwarten Sie langfristig vom neuen Aussichtsturm?
Die Bauarbeiten dauern bis 2029. Bis dahin rechnen wir mit einer Seitwärtsbewegung bei leicht steigenden Zahlen. Im Rekordjahr 2018/19 verzeichneten wir 1,24 Millionen Gäste. Nach der Eröffnung des Aussichtsturms wollen wir 1,5 Millionen Gäste pro Jahr erreichen. Der Titlis Tower wird dazu massgeblich beitragen. Restaurant und Aussichtsplattform sind ein Alleinstellungsmerkmal. Langfristig erwarten wir einen Betriebsertrag von über 100 Millionen Franken. (keystone-sda)