Sechs Fachpersonen des Geoparks Ralsko in Tschechien haben während zweier Tage das Unesco-Welterbe Tektonikarena Sardona besucht. Die Studienreise ist Teil eines Austauschprojekts zwischen der Schweiz und Tschechien. Im Zentrum standen die Vermittlung geologischer Themen, die Ausbildung von Geo-Guides und die Zusammenarbeit mit Tourismus, Schulen, Politik und Verwaltung.

Ausbildung zu touristischen Vermittlern 

Besonders interessierte sich die Delegation für das Geo-Guide-Modell. Seit mehr als 20 Jahren bildet die Welterberegion touristische Vermittlerinnen und Vermittler aus. Die Geo-Guides führen jährlich fast 300 Exkursionen und Veranstaltungen mit mehreren Tausend Gästen durch. Der Geopark Ralsko plant, in Tschechien eine ähnliche Ausbildung aufzubauen.

Besucherzentren als Anschauungsbeispiele

Zum Programm gehörten die Besucherzentren in Elm, Glarus und Flims sowie die Lochsite in Schwanden. Oberhalb von Flims besichtigte die Delegation zudem das durch FlemX erschlossene Gebiet mit Blick auf den Flimser Bergsturz, das Martinsloch und die Segnes-Schwemmebenen. Diskutiert wurden unter anderem Beschilderung, Vermittlung für unterschiedliche Zielgruppen und die Entwicklung touristischer Angebote.

Zweijährige Zusammenarbeit

Der Besuch soll der Auftakt für eine längerfristige Zusammenarbeit sein. 2027 sind zwei Delegierte des Welterbes Sardona zu einem Austausch über Ausbildung und Einsatz von Geo-Guides nach Tschechien eingeladen. Das Austauschprojekt läuft von 2026 bis 2028. Es wird über das Schweizer Förderprogramm «Nachhaltiger Tourismus und Biodiversität» für ausgewählte EU-Staaten unterstützt. (mm)