Die Tourismusregion Zürich schliesst das erste Quartal mit einem Plus von 1,3 Prozent bei den Logiernächten ab. Nach Zuwächsen im Januar und Februar gingen die Übernachtungen im März jedoch um 2,7 Prozent zurück. Besonders betroffen waren Märkte, die stark von Flugverbindungen über den Nahen Osten abhängen: Indien verzeichnete ein Minus von 33,5 Prozent, Südostasien von 14,5 Prozent und die Golfstaaten von 5,6 Prozent.

Auch weitere Fernmärkte entwickelten sich unterschiedlich. Während Nordamerika ein Minus von 5,7 Prozent verzeichnete, nahmen die Logiernächte aus Greater China um 4,6 Prozent und aus Australien um 1,8 Prozent zu. Die Schweiz sowie die europäischen Märkte blieben insgesamt stabil.

Stabile Nachfrage aus dem Inland
Eine Onlineumfrage von Zürich Tourismus unter knapp 1000 Mitgliedern und Partnerbetrieben bestätigt die verhaltene Entwicklung. Rund 140 Betriebe aus Hotellerie, Gastronomie, Detailhandel sowie weiteren tourismusnahen Bereichen nahmen teil.

54 Prozent der Betriebe berichten von einer rückläufigen Nachfrage in den vergangenen vier bis sechs Wochen im Vergleich zum Vorjahr. 36 Prozent beurteilen die Nachfrage als stabil. Besonders deutlich zeigt sich die Zurückhaltung bei Gästen aus dem Nahen Osten, Asien und Australien, teilweise auch aus Amerika.

Viele Betriebe beobachten zudem kurzfristigere Buchungen und eine steigende Zahl von Annullationen. Die sinkende Planungssicherheit prägt das Gästeverhalten zunehmend. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage der lokalen Bevölkerung sowie von Schweizer Gästen vergleichsweise stabil. Die Betriebe reagieren laut Zürich Tourismus flexibel auf die Entwicklung, passen Angebote und Kapazitäten situativ an und verfolgen die Marktentwicklung aufmerksam.

Strategie bleibt langfristig
«Geopolitische Unsicherheiten wirken sich direkt auf den Tourismus aus. Entscheidend ist jetzt, ruhig und vorausschauend zu handeln», sagt Thomas Wüthrich, Direktor von Zürich Tourismus.

Zur Methodik
Für die Umfrage befragte Zürich Tourismus zwischen dem 29. April und dem 4. Mai knapp 1000 Mitglieder und Partnerbetriebe online zu den Auswirkungen geopolitischer Unsicherheiten. 140 Betriebe aus Hotellerie, Gastronomie, Detailhandel sowie weiteren tourismusnahen Branchen nahmen teil. 


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