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Strom, Hotellerie, Hospitality, Nachhaltigkeit, Dossier, Energiesparen, Klimawandel
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Dossier: Energie
Dossier sur le thème :

Energie

publié le 14. septembre 2026

Unter Strom – sparen, sanieren, investieren

Kosten, Klimaschutz und neue Technologien rücken Energiefragen st…
publié le 11. septembre 2026

Energie aus dem eigenen Kreislauf

Hotels können Strom und Wärme selbst erzeugen, doch jedes Haus br…
publié le 10. septembre 2026

Wer nicht misst, kann nicht steuern

Stefanie Stalder, Fachspezialistin Nachhaltigkeit bei HotellerieS…
publié le 09. septembre 2026

Die grössten Kostenfresser sind oft unsichtbar

Nicht immer braucht es eine neue Heizung: Falsch eingestellte Lüf…
publié le 08. septembre 2026

Hotel Glocke: Das Mitmach-Solardach im Goms

Strom vom Dach. Familie Schmid verwandelt das vierzig Jahre alte …
publié le 07. septembre 2026

Zwischen Nutzen und Schützen

Seilbahnen gehören zu den energieintensiven touristischen Infrast…
publié le 04. septembre 2026

Umfassend investieren, langfristig profitieren

Das Hotel Landgasthof Staila in Fuldera nutzte den Ersatz seiner …
publié le 03. septembre 2026

Saubere Sache: Mehr Effizienz in der Wäscherei

Die Wäscherei zählt zu den grössten Energie- und Wasserverbrauche…
publié le 02. septembre 2026

Fördergelder helfen Hotels beim Heizungsersatz

Wer eine neue Wärmeversorgung mit einer Gesamtsanierung verbindet…
publié le 01. septembre 2026

Was sich Hotels vom Wohnungsbau abschauen können

Der Ersatz fossiler Heizsysteme gehört zu den grössten Investitio…
publié le 31. août 2026

35 Grad und die Frage nach dem Energiebedarf

Das Ermitage Wellness- & Spa-Hotel in Schönried hat seinen Wellne…
Strom, Hotellerie, Hospitality, Nachhaltigkeit, Dossier, Energiesparen, Klimawandel

Dossier: Energie

Unter Strom – sparen, sanieren, investieren

Kosten, Klimaschutz und neue Technologien rücken Energiefragen stärker in den Fokus. Wo lässt es sich einfach sparen, wann lohnt sich eine Sanierung, und welche Investitionen zahlen sich langfristig aus?

Energieversorgung

Energie aus dem eigenen Kreislauf

Hotels können Strom und Wärme selbst erzeugen, doch jedes Haus braucht eine andere Lösung. Drei Betriebe zeigen, was Standort, Technik und intelligentes Energiemanagement möglich machen.
Blanca Burri
Steirereck am Pogusch, Heinz Reitbauer, Energieautarkie Gastronomie, nachhaltige Hotellerie, Kreislaufwirtschaft Gastronomie
In der «Schankkuchl» im Wirtshaus Steirereck wird auf offenem Feuer gekocht. Die Abwärme beheizt das Glashaus.
In der «Schankkuchl» im Wirtshaus Steirereck wird auf offenem Feuer gekocht. Die Abwärme beheizt das Glashaus. image : Cathrine Stukhard
image : Cathrine Stukhard
Steirereck am Pogusch, Heinz Reitbauer, Energieautarkie Gastronomie, nachhaltige Hotellerie, Kreislaufwirtschaft Gastronomie
Baumhäuser mit Stil: Das weitläufige Areal erstreckt sich bis zwei Kilometer in den Wald.
Baumhäuser mit Stil: Das weitläufige Areal erstreckt sich bis zwei Kilometer in den Wald. image : Cathrine Stukhard
image : Cathrine Stukhard
Brunni Bahnen Engelberg, Roman Barmettler,Steirereck am Pogusch, Heinz Reitbauer, Energieautarkie Gastronomie, nachhaltige Hotellerie, Kreislaufwirtschaft Gastronomie, Ristis Engelberg, Engelberg
Die Berglodge Ristis oberhalb von Engelberg produziert mit Solarziegeln auf dem Dach jährlich rund 73'500 kWh Strom. Die Anlage deckt 41 Prozent des Gesamtenergiebedarfs.
Die Berglodge Ristis oberhalb von Engelberg produziert mit Solarziegeln auf dem Dach jährlich rund 73'500 kWh Strom. Die Anlage deckt 41 Prozent des Gesamtenergiebedarfs. image : zvg
image : zvg
Brunni Bahnen Engelberg, Roman Barmettler,Steirereck am Pogusch, Heinz Reitbauer, Energieautarkie Gastronomie, nachhaltige Hotellerie, Kreislaufwirtschaft Gastronomie, Ristis Engelberg, Engelberg
image : zvg
image : zvg
Romantik Hotel Muottas Muragl, Plusenergiehotel Alpen, Reto Bieri, Energieeffizienz Hotel, erneuerbare Energien Hotellerie
Das Romantik Hotel Muottas Muragl auf 2456 Metern über Meer produziert Energie aus Erdwärme, Sonne und Abwärme. Trotz 50 Prozent mehr Gebäudefläche sank der Energiebedarf um 64 Prozent.
Das Romantik Hotel Muottas Muragl auf 2456 Metern über Meer produziert Energie aus Erdwärme, Sonne und Abwärme. Trotz 50 Prozent mehr Gebäudefläche sank der Energiebedarf um 64 Prozent. image : zvg
image : zvg
Romantik Hotel Muottas Muragl, Plusenergiehotel Alpen, Reto Bieri, Energieeffizienz Hotel, erneuerbare Energien Hotellerie
image : zvg
image : zvg

Das «Steirereck am Pogusch» in der österreichischen Obersteiermark verbindet Spitzengastronomie mit Landwirtschaft und aussergewöhnlichen Übernachtungsangeboten in Baum- und Glashäusern sowie Zimmern im Stall. Die Besitzerfamilie Reitbauer führt zudem die Restaurants Steirereck und Meierei am Wiener Heumarkt. 

Seit der Eröffnung 1996 prägt die Kreislaufwirtschaft die Entwicklung des Bergbetriebs. «Wir wollten für…

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Meinung

Wer nicht misst, kann nicht steuern

Stefanie Stalder, Fachspezialistin Nachhaltigkeit bei HotellerieSuisse, erklärt, warum systematisches Monitoring die Basis bildet, um Verbräuche zu senken, Investitionen zu priorisieren und Fortschritte messbar zu machen.
Stefanie Stalder
Stefanie Stalder

Steigende Energiepreise, strengere Vorgaben und wachsende Erwartungen von Gästen und Investoren machen Nachhaltigkeit zur Führungsaufgabe. Der erste Schritt ist dabei oft überraschend einfach: Nur wer seine Ressourcen- und Energieverbräuche systematisch misst, kann Einsparpotenzial erkennen und fundierte Investitionsentscheide treffen. [RELATED]

Viele Betriebe kennen ihre grössten Baustellen: Der Heizkessel ist…

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Energieeffizienz in der Hotellerie

Die grössten Kostenfresser sind oft unsichtbar

Nicht immer braucht es eine neue Heizung: Falsch eingestellte Lüftungsanlagen, beheizte Einfahrten oder Geräte im Leerbetrieb kosten Beherbergungsbetriebe Jahr für Jahr viel Geld. EnergieSchweiz zeigt, wie sich mit wenig Aufwand sparen lässt.
Devenish Nora
Nora Devenish
Energieeffizienz, Hotellerie, EnergieSchweiz, Energiemanagement, Energieberatung, Gebäudetechnik, Energiekosten
Mit gezielten Massnahmen könnenHotelbetriebe viel erreichen.
Mit gezielten Massnahmen könnenHotelbetriebe viel erreichen. image : istockphoto
image : istockphoto

Steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit, häufigere Hitzesommer und anstehende Investitionen beschäftigen viele Hotels. Schnell rücken dabei Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen oder die Gebäudeautomation in den Fokus. Für Dylan Battistolo, Fachspezialist Industrie und Dienstleistungen beim Bundesamt für Energie (BFE), beginnt Energieeffizienz jedoch früher und mit der einfachen Frage: Wo wird im Betrieb überhaupt…

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Neuheit

Hotel Glocke: Das Mitmach-Solardach im Goms

Strom vom Dach. Familie Schmid verwandelt das vierzig Jahre alte Dach der «Glocke» in Reckingen in ein Bürgerkraftwerk – mit Investoren und Solarprofis. Es ist das erste Projekt dieser Art im Goms.
Christine Zwygart
Solarenergie, Photovoltaik, Hotellerie, Hotel Glocke, Solarify, Energiewende, Goms
Auf dem Dach des Hotels Glocke sind 178 Solarpanels montiert.
Auf dem Dach des Hotels Glocke sind 178 Solarpanels montiert. image : zvg/Hotel Glocke
image : zvg/Hotel Glocke
Solarenergie, Photovoltaik, Hotellerie, Hotel Glocke, Solarify, Energiewende, Goms
Das Inhaber-Ehepaar des Hotels Glocke, Sonja und Sebastian Schmid, sieht in dem Projekt eine Investition für die Zukunft.
Das Inhaber-Ehepaar des Hotels Glocke, Sonja und Sebastian Schmid, sieht in dem Projekt eine Investition für die Zukunft. image : Karin Bittel
image : Karin Bittel
Solarenergie, Photovoltaik, Hotellerie, Hotel Glocke, Solarify, Energiewende, Goms
Die Grafik des Solarify-Modells für das Hotel Glocke.
Die Grafik des Solarify-Modells für das Hotel Glocke. image : Solarify
image : Solarify

Die Sanierung des fast vierzigjährigen Hoteldachs der «Glocke» in Reckingen steht im Herbst 2025 an – und Sonja und Sebastian Schmid sind sich rasch einig: «Der ideale Moment, um ein Solardach zu bauen.» In erneuerbare Energien zu investieren, erachten die Eltern dreier Kinder als selbstverständlich – zum Wohl der nächsten Generation. «Die Sonne liefert die Energie; wir müssen sie nur nutzen», sagt der Hotelier.…

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Bergbahnen

Zwischen Nutzen und Schützen

Seilbahnen gehören zu den energieintensiven touristischen Infrastrukturen im Berggebiet. Wie die Branche Verbrauch und Emissionen reduzieren kann, zeigen unterschiedliche Projekte in den Schweizer Bergregionen – von der eigenen Stromproduktion bis zu effizienteren Anlagen.
Nicolas Bollinger
Nicolas Bollinger
Seilbahnen, Nachhaltigkeit, Klimawandel, Umweltschutz, Energie, Berno Stoffel, Laura Wyss, Bergbahnen, Alpenraum
Für Bergbahnen ein Balanceakt: der Naturschutz, um die Attraktivität für Gäste zu erhalten, und Entwicklungsmöglichkeiten, um wirtschaftlich agieren zu können.
Für Bergbahnen ein Balanceakt: der Naturschutz, um die Attraktivität für Gäste zu erhalten, und Entwicklungsmöglichkeiten, um wirtschaftlich agieren zu können. image : Seilbahnen Schweiz
image : Seilbahnen Schweiz
Seilbahnen, Nachhaltigkeit, Klimawandel, Umweltschutz, Energie, Berno Stoffel, Laura Wyss, Bergbahnen, Alpenraum
image : Schweizer Tourismusverband
image : Schweizer Tourismusverband

Für Berno Stoffel, Direktor von Seilbahnen Schweiz, stehen Bergbahnen vor einem grundlegenden Zielkonflikt: Sie brauchen die Natur als Ressource und müssen sie gleichzeitig schützen. Dieser Widerspruch lässt sich nicht auflösen. Denn die Anlagen erschliessen Landschaften, von deren Attraktivität das Geschäft zugleich abhängt. Umso wichtiger ist es, ihn bei Investitionen und im Betrieb mitzudenken. Wo die Branche…

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Nachhaltig Bauen

Umfassend investieren, langfristig profitieren

Das Hotel Landgasthof Staila in Fuldera nutzte den Ersatz seiner Heizung, um die Infrastruktur zu erneuern. Das Beispiel zeigt, wie Nachhaltigkeit und Finanzierung zusammenspielen.
Nina Gerber, Assistentin der Geschäftsleitung und Projektleiterin SGH
Hotelsanierung, Hotelfinanzierung, energetische Sanierung, Nachhaltigkeit Hotellerie, Hotelinvestitionen, SGH, Heizungsersatz
Das 3-Sterne-Hotel Landgasthof Staila im Val Müstair erneuerte seine Energieversorgung und investierte in die Zukunft des Betriebs.
Das 3-Sterne-Hotel Landgasthof Staila im Val Müstair erneuerte seine Energieversorgung und investierte in die Zukunft des Betriebs. image : zvg
image : zvg
Hotelsanierung, Hotelfinanzierung, energetische Sanierung, Nachhaltigkeit Hotellerie, Hotelinvestitionen, SGH, Heizungsersatz
Alte Heizung: Aus dem ursprünglich geplanten Heizungsersatz im Hotel Landgasthof Staila entwickelte sich eine umfassende Erneuerung des Hotels.
Alte Heizung: Aus dem ursprünglich geplanten Heizungsersatz im Hotel Landgasthof Staila entwickelte sich eine umfassende Erneuerung des Hotels. image : zvg
image : zvg
Hotelsanierung, Hotelfinanzierung, energetische Sanierung, Nachhaltigkeit Hotellerie, Hotelinvestitionen, SGH, Heizungsersatz
Neben der neuen Haustechnik wurden unter anderem die Sauna sowie weitere Betriebs- und Gäste­bereiche modernisiert.
Neben der neuen Haustechnik wurden unter anderem die Sauna sowie weitere Betriebs- und Gäste­bereiche modernisiert. image : zvg
image : zvg
Hotelsanierung, Hotelfinanzierung, energetische Sanierung, Nachhaltigkeit Hotellerie, Hotelinvestitionen, SGH, Heizungsersatz
Wie das neue öffentliche WC und …
Wie das neue öffentliche WC und … image : zvg
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Hotelsanierung, Hotelfinanzierung, energetische Sanierung, Nachhaltigkeit Hotellerie, Hotelinvestitionen, SGH, Heizungsersatz
… der Schuhraum.
… der Schuhraum. image : zvg
image : zvg

Steigende Energiepreise, strengere regulatorische Anforderungen und das wachsende Bewusstsein für Nachhaltigkeit stellen viele Beherbergungsbetriebe vor dieselbe Frage: Wann ist der richtige Zeitpunkt, um die bestehende Infrastruktur zu erneuern? Während die Vorteile energetischer Sanierungen auf der Hand liegen, bleibt die Finanzierung häufig die grössere Herausforderung. [RELATED]

Gerade in der Hotellerie treffen hohe Investitionssummen auf vergleichsweise lange Amortisationszeiten. Dabei geht es längst nicht mehr nur um den Ersatz einzelner Anlagen. Viele Hotels nutzen energetische Sanierungen als Gelegenheit, um ihre Infrastruktur gesamthaft zu modernisieren und den Betrieb langfristig wettbewerbsfähig auszurichten. Dass sich Nachhaltigkeit und betrieblicher Nutzen sinnvoll verbinden lassen, zeigt das Beispiel des Hotels Landgasthof Staila in Fuldera im Val Müstair.

Mehr als ein Heizungsersatz

Die bestehende Ölheizung des 3-Sterne-Hotels stammte aus dem Jahr 1980 und entsprach den heutigen Anforderungen an eine nachhaltige Energieversorgung nicht mehr. Die Eigentümerfamilie entschied sich deshalb bewusst dazu, den Schritt weg von fossilen Energieträgern zu wagen und in eine zukunftsfähige Lösung zu investieren. Aus dem ursprünglich geplanten Heizungsersatz entwickelte sich jedoch ein deutlich grösseres Projekt. Im Zuge der Arbeiten wurden auch der Technikraum, die Lingerie, die öffentlichen Toiletten, die Sauna sowie der Ski- und Bikeraum umfassend erneuert. Ziel war es, die Infrastruktur gleichzeitig nachhaltiger, funktionaler und komfortabler zu gestalten – sowohl für die Gäste als auch für die Mitarbeitenden.

Nachhaltige Investitionen sind mehr als Energieprojekte –sie sichern die Zukunft eines Betriebs.

Nach verschiedenen technischen Abklärungen fiel die Wahl auf eine Grundwasserwärmepumpe. Die Umsetzung erforderte umfangreiche Voruntersuchungen, darunter Probebohrungen und hydrogeologische Abklärungen, um die langfristige Verfügbarkeit des Grundwassers nachzuweisen sowie die gesetzlichen Anforderungen an dessen Nutzung zu erfüllen. Parallel dazu mussten Planung und Ausführung auf die Zwischensaison abgestimmt werden, damit der Hotelbetrieb möglichst wenig beeinträchtigt wurde.

Heute sorgt die moderne Grundwasserwärmepumpe in Kombination mit der bereits bestehenden Solarthermieanlage für die Wärmeversorgung des Hauses. Gleichzeitig profitieren Gäste und Mitarbeitende von einer zeitgemässen Infrastruktur und optimierten Betriebsabläufen. Die gesamte Investition belief sich auf rund 1,3 Millionen Franken.

Drei Punkte zum Mitnehmen

· Energetische Sanierungen in der Hotellerie sind häufig mit umfassenden Erneuerungen der Infrastruktur verbunden und entsprechend kapitalintensiv.

· Das Beispiel des Hotels Landgasthof Staila zeigt, wie Nachhaltigkeit, Gästekomfort und betriebliche Anforderungen in einem Projekt zusammengeführt werden können.

· Finanzierungspartner spielen eine wichtige Rolle, damit sinnvolle Investitionen trotz hoher Anfangskosten realisiert werden können. Die SGH hilft dabei, Finanzierungslücken zu schliessen und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit von Beherbergungsbetrieben zu stärken.

Wenn Nachhaltigkeit Kapital braucht 

Das Beispiel des Hotels Landgasthof Staila zeigt exemplarisch, weshalb energetische Sanierungen in der Hotellerie oft mehr sind als reine Energieprojekte. Technische Anlagen, Gebäudehülle oder Betriebsräume haben meist ähnliche Lebenszyklen. Wird ein Bereich erneuert, bietet es sich häufig an, weitere notwendige Investitionen gleichzeitig vorzunehmen.

Genau darin liegt aber auch die Herausforderung. Nachhaltige Investitionen rechnen sich erst über viele Jahre hinweg. Die notwendigen Mittel müssen jedoch bereits zu Projektbeginn bereitgestellt werden. Besonders kleinere und mittlere Hotelbetriebe verfügen trotz gesunder Geschäftstätigkeit oft nicht über genügend Eigenkapital, um grössere Erneuerungsprojekte vollständig aus eigener Kraft finanzieren zu können. Gleichzeitig stossen klassische Bankfinanzierungen teilweise an ihre Belehnungsgrenzen.

Finanzierung als Teil der Lösung

Diese Lücke kann bei marktfähigen Beherbergungsbetrieben mit gesunder Ertragslage durch die Schweizerische Gesellschaft für Hotelkredit (SGH) geschlossen werden. Sie unterstützt Hotels unter anderem bei der Finanzierung von Ersatzneubauten, umfassenden Erneuerungen und weiteren Investitionsvorhaben. Dabei kann sie mit zinsgünstigen Darlehen Finanzierungslücken schliessen, die zwischen Eigenmitteln, Bankfinanzierung und weiteren Finanzierungsquellen entstehen. Dadurch lassen sich wirtschaftlich tragfähige Projekte realisieren, die ohne ergänzende Finanzierung nur erschwert oder gar nicht umsetzbar wären. Auch beim Hotel Landgasthof Staila war die Finanzierung breit abgestützt. Neben Eigenmitteln, einer Finanzierung durch die Raiffeisenbank Val Müstair und kantonalen Förderbeiträgen beteiligte sich die SGH als Finanzierungspartnerin am Projekt. Damit konnte eine Investition umgesetzt werden, die nicht nur den Energieverbrauch reduziert, sondern gleichzeitig die Qualität des Angebots und die langfristige Zukunftsfähigkeit des Betriebs stärkt.

Der Fall Staila zeigt: Energetische Sanierungen sind weit mehr als eine technische Notwendigkeit. Sie sind ein strategischer Entscheid für die Zukunft eines Betriebs. Wo Innovation, Nachhaltigkeit und passende Finanzierungsinstrumente zusammenspielen, entstehen Projekte mit langfristiger Wirkung – für den Betrieb und die Gäste.

Nina Gerber, Assistentin der Geschäftsleitung und Projektleiterin SGH

Energie- und Wasserverbrauch

Saubere Sache: Mehr Effizienz in der Wäscherei

Die Wäscherei zählt zu den grössten Energie- und Wasserverbrauchern im Hotel. Doch mit optimierten Abläufen, klaren Kennzahlen und gezielten Investitionen lassen sich Ressourcen und Kosten nachhaltig reduzieren. Unsere Expertentipps helfen weiter.
Gaston Haas
Gaston Haas
Hotelwäscherei, Energieverbrauch, Wasserverbrauch, Ressourceneffizienz, Wäscherei optimieren, Nachhaltigkeit Hotellerie, Betriebskosten senken
In der Wäscherei gibt es viel ungenutztes Ressourcenpotenzial – man muss es bloss erkennen und entsprechend handeln.
In der Wäscherei gibt es viel ungenutztes Ressourcenpotenzial – man muss es bloss erkennen und entsprechend handeln. image : istockphoto
image : istockphoto

Wer Nachhaltigkeit ernst nimmt, setzt schnell beim Energie- und Wasserverbrauch an: Heizung, Lüftung oder Beleuchtung. Dabei verbirgt sich ein beträchtliches Einsparpotenzial oft an einem anderen Ort, nämlich in der Wäscherei. Waschen, Mangeln und Trocknen gehören zu den ressourcenintensivsten Prozessen eines Hotelbetriebs. Gleichzeitig lassen sich mit vergleichsweise einfachen Massnahmen Wasser, Energie und…

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Energetische Sanierung

Fördergelder helfen Hotels beim Heizungsersatz

Wer eine neue Wärmeversorgung mit einer Gesamtsanierung verbindet und Fördergelder nutzt, kann Energiekosten senken und den Betrieb langfristig zukunftsfähig machen.
Devenish Nora
Nora Devenish
Heizen, Energie, Hotellerie, Sandrine Julen, Hotel Zermama, Zermatt, Holzpellets
Das Hotel Zermama in Zermatt heizt seit 2019 mit Holzpellets.
Das Hotel Zermama in Zermatt heizt seit 2019 mit Holzpellets. image : Matthias Abgottspon
image : Matthias Abgottspon
Sandrine Julen
«Unsere Gäste schätzen den Einsatz erneuerbarer Energien», sagt Sandrine Julen, Direktorin Hotel Zermama, Zermatt.
«Unsere Gäste schätzen den Einsatz erneuerbarer Energien», sagt Sandrine Julen, Direktorin Hotel Zermama, Zermatt. image : zvg
image : zvg

Viele Schweizer Hotels stehen in den kommenden Jahren vor einer wichtigen Investition. Zahlreiche Öl- und Gasheizungen erreichen das Ende ihrer Lebensdauer. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Energieeffizienz, Klimaschutz und Versorgungssicherheit. Für viele Betriebe stellt sich deshalb die Frage, welches Heizsystem die bestehende Anlage künftig ersetzen soll. [RELATED]

Seit Anfang 2025 unterstützt der Bund…

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Wärmewende

Was sich Hotels vom Wohnungsbau abschauen können

Der Ersatz fossiler Heizsysteme gehört zu den grössten Investitionen im Lebenszyklus eines Gebäudes. Die Modernisierung der Wohnüberbauung Dennlerstrasse in Zürich liefert Antworten, von denen auch die Hotellerie profitieren kann.
Stéphane Faivre
Heizungsersatz, Wärmepumpen, Energieeffizienz, Dekarbonisierung, Photovoltaik, Energiemanagement, nachhaltige Hotellerie
Hotels haben wie grössere Wohnüberbauungen einen hohen Wärmebedarf und vergleichbare Anforderungen an die Versorgungssicherheit.
Hotels haben wie grössere Wohnüberbauungen einen hohen Wärmebedarf und vergleichbare Anforderungen an die Versorgungssicherheit. image : Siemens Schweiz
image : Siemens Schweiz

Viele Beherbergungsbetriebe stehen vor derselben Herausforderung wie grössere Wohnüberbauungen: Bestehende Heizsysteme erreichen das Ende ihrer Lebensdauer und müssen durch nachhaltige Lösungen ersetzt werden – ohne Einbussen bei Versorgungssicherheit und Komfort. Die Modernisierung der Wohnüberbauung Dennlerstrasse in Zürich zeigt, wie sich Bestandsbauten wirtschaftlich und zukunftssicher dekarbonisieren lassen. [RE…

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Stéphane Faivre

Energieeffizienz

35 Grad und die Frage nach dem Energiebedarf

Das Ermitage Wellness- & Spa-Hotel in Schönried hat seinen Wellnessbereich über Jahrzehnte ausgebaut und dabei viel gelernt. Die wichtigste Erkenntnis: Moderne Technik senkt den Energieverbrauch nicht automatisch.
Blanca Burri
Energieeffizienz Wellnesshotel, Ermitage Schönried, Sebastian Moser, Energieverbrauch Hotellerie, Energiemanagement Hotel
Das Sportbecken und das Solbad gehören zu den grössten Energieverbrauchern im Wellnessbereich des «Ermitage».
Das Sportbecken und das Solbad gehören zu den grössten Energieverbrauchern im Wellnessbereich des «Ermitage». image : zvg
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Energieeffizienz Wellnesshotel, Ermitage Schönried, Sebastian Moser, Energieverbrauch Hotellerie, Energiemanagement Hotel
image : zvg
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Wer sich heute bei minus 20 Grad Aussentemperatur ins 35 Grad warme Solbad des «Ermitage» gleiten lässt, geniesst einen Luxus, den Heiner Lutz 1977 gegen viele Widerstände möglich machte. Er kaufte damals eine kleine Lodge und wollte in Schönried das höchstgelegene Solbad Europas realisieren. Die Finanzierung erwies sich jedoch als schwierig: Erst eine Zürcher Privatbank machte das Projekt möglich. Das Solbad…

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