Elia Morgenthaler, seit Anfang März verantworten Sie als Cluster Hotel Manager drei Häuser der Meili Selection Hotels im Zürcher Seefeld. Was hat Sie am Wechsel gereizt?
Nach fast zehn Jahren im Hotel Schweizerhof Zürich habe ich gemerkt, dass ich bereit bin für eine neue Herausforderung. Ich durfte dort viele Projekte umsetzen und hatte grosse Entscheidungsfreiheit. Gleichzeitig war klar, dass ich noch mehr Verantwortung übernehmen will. Als sich die Möglichkeit bei Meili Selection Hotels ergeben hat, hat mich das sofort gereizt.[RELATED]
Sie verantworten den Seefeld-Cluster mit Ambassador Hotel, Opera Hotel und Hotel Seehof. Wie ist Ihre Rolle organisiert?
Meine Aufgabe ist es, den gesamten Cluster im Seefeld zu führen und die Betriebe operativ weiterzuentwickeln. Ich rapportiere direkt dem CEO der Meili Selection Hotels, Christian Frei.
Sie haben gesagt, dass für Sie die Mitarbeitenden zentral sind. Was bedeutet das konkret für Ihre Führung?
Ich habe im Schweizerhof gute Erfahrungen damit gemacht, den Mitarbeitenden Vertrauen zu geben und ihnen Entscheidungsfreiheit zu lassen. Wenn man ihnen die richtigen Rahmenbedingungen schafft, können sie ihre Arbeit gut machen. Mir ist wichtig, dass Mitarbeitende auch vor dem Gast Entscheidungen treffen dürfen, ohne immer zuerst Rücksprache halten zu müssen.
Mir ist wichtig, dass Mitarbeitende auch vor dem Gast Entscheidungen treffen dürfen, ohne immer zuerst Rücksprache halten zu müssen.
Wo sehen Sie aktuell die grössten Herausforderungen im Seefeld-Cluster?
Die Hotels laufen sehr stabil. Ein Fokus wird sicher auf der Gastronomie liegen. Das Seefeld ist ein lebendiges Quartier mit vielen Restaurants und Angeboten. Wir wollen die Gäste neu für unser Restaurant begeistern und das Angebot weiterentwickeln.
Die Meili Selection Hotels sind eine relativ junge Hotelgruppe. Wie erleben Sie deren Kultur?
Ich spüre sehr viel Leidenschaft für Hotellerie und Gastronomie. In den Gesprächen mit den Teams habe ich gemerkt, dass hier viele Menschen arbeiten, die ihren Beruf wirklich gerne machen. Das schafft eine gute Grundlage für die weitere Entwicklung.
Sie haben Erfahrung sowohl im Rooms-Bereich als auch im Food & Beverage. Hilft Ihnen diese Kombination in der neuen Funktion?
Ja, das ist sicher ein Vorteil. Ich habe viele Jahre im Front Office gearbeitet und später im Food & Beverage. Dieser Wechsel - von Rooms ins Food & Beverage ist eher selten. Daher bringe ich eine ungewöhnlich, breite Perspektive und ein tiefes Verständnis für beide Kernbereiche der Hotellerie mit.
Welche Gästemärkte sind für den Seefeld-Cluster besonders wichtig?
Ein grosser Anteil unserer Gäste kommt derzeit aus den USA. Das hängt auch mit der Zusammenarbeit des Ambassador Hotel mit der Kollektion Small Luxury Hotels of the World zusammen. Gleichzeitig bereitet uns die aktuelle Lage in Nahost Sorgen. Wir beobachten die internationale Entwicklung sehr genau. In einigen Märkten sehen wir aktuell Veränderungen, etwa bei asiatischen Gästen oder durch steigende Flugpreise. Deshalb ist es wichtig, flexibel zu bleiben und verschiedene Märkte im Blick zu behalten.
