Die Schützen Rheinfelden AG hat 2025 sowohl in der Klinik als auch im Hotelbereich zugelegt. Während die psychiatrische Klinik eine Rekord-Bettenbelegung erreichte, verzeichneten die Hotels deutlich mehr Logiernächte. Das Unternehmen sieht sich nach mehreren Umbaujahren auf Konsolidierungskurs.[RELATED]

Generationenwechsel reibungslos erfolgt
Die Nachfolgeregelung an der Unternehmensspitze ist abgeschlossen. Katharina Gessler übernahm am 1. Juli 2025 die Funktion als Chefärztin und Klinikdirektorin von Hanspeter Flury. Seit dem 1. Januar steht sie zudem der Geschäftsleitung vor. Komplettiert wird das Führungsteam durch Walburga Kunz, Direktorin Hotellerie, sowie Silke Bader, Leiterin Finanz- und Rechnungswesen. Verwaltungsratspräsidentin Antonia Jann bezeichnet den Generationenwechsel als früh geplant und sorgfältig umgesetzt.

Hotel Schiff passt nicht mehr zur Strategie
Bereits angekündigt wurde die Schliessung des Hotel Schiff am Rhein per Ende Oktober 2026. Die Liegenschaft soll verkauft werden. Laut Unternehmen entspricht ein klassischer Hotelbetrieb ohne klinische Anbindung nicht mehr der strategischen Ausrichtung. Das sogenannte Klinik-im-Hotel-Konzept an den Standorten Hotel Schützen Rheinfelden und Hotel Eden im Park wird weitergeführt.

Hotels steigern Logiernächte deutlich
Die Schützen Hotels Rheinfelden legten zu. Die Zahl der Logiernächte stieg von 10’889 auf 13’971. Neue Angebote wie «Grill and Chill» im Schützengarten oder die Veranstaltungsreihe «Kultur und Gesellschaft» hätten zusätzlichen Zuspruch gebracht. Das Solebad verzeichnete ebenfalls mehr Eintritte als im Vorjahr.

Klinik profitiert von stabiler Auslastung
Der Gesamtertrag der Schützen Rheinfelden AG stieg im vergangenen Jahr auf 45,97 Millionen Franken, nach 43,95 Millionen Franken im Vorjahr. Der Reingewinn verdoppelte sich auf 2,6 Millionen Franken. Auch die Immobiliengesellschaft verbesserte ihr Ergebnis und erhöhte die Mietzinserträge auf 3,45 Millionen Franken.

Besonders stark entwickelte sich die Klinik Schützen Rheinfelden. Mit einer Bettenbelegung von 97,4 Prozent erreichte sie laut Unternehmen einen Höchstwert. Insgesamt wurden 791 Patientinnen und Patienten stationär behandelt. Hinzu kamen rund 2'500 Personen in den Ambulatorien Rheinfelden und Aarau. Die Psychotherapeutische Tagesklinik betreute 129 Patientinnen und Patienten.

Nach mehreren Jahren mit Umbauten seien seit 2025 alle Abteilungen an ihrem definitiven Standort untergebracht. Dadurch habe sich der Fokus wieder stärker auf Qualität und Weiterentwicklung richten können. (mm)