Der diesjährige SHIC am 3. und 4. September im Samigo Amusement am Zürichsee war nach Angaben der Veranstalter ausverkauft. Das Programm spannte den Bogen von globalen Reisetrends und aktuellen Marktdaten über die Herkunft und Struktur von Kapital bis zu konkreten Herausforderungen bei Hospitality-Assets. Dennis Braatz, Head of Editorial Content bei Condé Nast Traveller Germany, eröffnete das Treffen mit einem Blick auf globale Reisetrends und veränderte Bedürfnisse von Reisenden. Diskutiert wurden zudem Insolvenzen, Betreiberwechsel und Repositionierungen.
Einen weiteren Schwerpunkt bildeten die Investitionsbedingungen: Laut Veranstaltern sehen Investoren, Banken und weitere Branchenakteure weiterhin Chancen für Hospitality-Projekte in der Schweiz und in Europa. Gleichzeitig könnten komplexe Bewilligungsverfahren, regulatorische Anforderungen und hohe Prozesskosten Investitionen erschweren. Die SHIC-Gründer und Gastgeber Daniel Schneider und Ion Eglin betonten dabei den Wert unterschiedlicher Perspektiven für die Diskussion über die Zukunft der Hotellerie.
Branded Residences und Start-ups im Fokus
Wie sich Hospitality weiterentwickeln könnte, zeigte sich auch bei den Themen Branded Residences und Hospitality Living. Diskutiert wurde, wie sich die Grenzen zwischen Hotel, Wohnen und Serviced Living verschieben und welche neuen Assetklassen und Geschäftsmodelle daraus für Investoren, Betreiber und Entwickler entstehen können. Gleichzeitig ging es um die Frage, welche Entwicklungen einen längerfristigen Wandel darstellen und welche möglicherweise vorübergehend bleiben.
Erstmals gab der SHIC zudem drei Hospitality-Start-ups eine eigene Bühne: Im neu lancierten Hospitality Venture Club präsentierten sie ihre Geschäftsmodelle vor einer Jury aus Investoren, Betreibern und Branchenfachleuten. Auch künstliche Intelligenz war Thema. Sie kann nach Einschätzung der Veranstalter neue Geschäftsmodelle ermöglichen, Prozesse effizienter gestalten und Kosten im Hotelbetrieb reduzieren.
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Aus dem Zürichsee in die Villa Florhof
Am zweiten Tag verlagerte sich das Programm vom Austausch über Konzepte hin zur Anschauung vor Ort. Nach einem gemeinsamen Morning Swim im Zürichsee besichtigten die Teilnehmenden die Villa Florhof und die Erweiterung des Park Hyatt Zürich. Damit verband der SHIC die Diskussionen über Kapital, Konzepte und Entwicklung mit konkreten Hospitality-Projekten. Als Fazit des zweitägigen Treffens formulieren die Veranstalter einen optimistischen Ausblick: Kapital und Innovationsbereitschaft seien vorhanden. Gleichzeitig brauche die Branche verlässliche Rahmenbedingungen und einen offenen Austausch zwischen Politik, Investoren, Eigentümern, Betreibern und Planern.
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