Mehrere Schweizer Destinationen setzen neu auf KI, um lokales Wissen gezielt verfügbar zu machen. Was das für Gäste bedeutet, wie der Zugang funktioniert und worin der Unterschied zu generischen KI Antworten liegt, zeigt der Überblick.

Das sind die AI Local Guides
AI Local Guides sind KI gestützte, digitale Reisebegleiter, die kuratiertes lokales Expertenwissen nutzbar machen. Die Inhalte stammen von lokalen Fachpersonen und Tourismusorganisationen und werden so aufbereitet, dass sie von einer KI kontextbezogen ausgespielt werden können. Ziel sind verlässliche, ortsspezifische Empfehlungen statt allgemeiner KI Antworten.

Interaktive Nutzung direkt vor Ort
Gäste können Fragen in natürlicher Sprache stellen, etwa zu Sehenswürdigkeiten, Gastronomie, Aktivitäten oder Kulturangeboten. Der AI Local Guide antwortet kontextbezogen, aktuell und mit lokalem Bezug. Ergänzend zu bestehenden Informationsangeboten erhalten Besucher Orientierung und Hintergrundwissen direkt während ihres Aufenthalts. 

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Die Antworten orientieren sich je nach Destination an hinterlegten Nutzungstypen. Je nach Interesse und Fragestellung reagiert der Guide in Zürich unterschiedlich, etwa für abenteuerorientierte Gäste, kulturinteressierte Besucherinnen oder klassisch Reisende.

Webbasierter Zugang über die Destinationswebsites
Die AI Local Guides funktionieren wie erweiterte Chatbots. Sie sind webbasiert und direkt in die Websites der jeweiligen Destinationen integriert. Es braucht keine App und keinen Download. Der Zugang erfolgt über die offizielle Destinationsseite, sowohl für Gäste wie auch für Einheimische.

Angebot für Gäste und Einheimische
Adressiert sind in erster Linie Besucherinnen und Besucher der Destinationen. Gleichzeitig richtet sich das Angebot auch an Einheimische, die sich für lokale Geschichte, Veranstaltungen oder kulturelle Hintergründe interessieren.

Kontrollierter KI Einsatz auf kuratierten Inhalten
Die technische Grundlage bildet die Plattform Joaia Guide Studio des Schweizer Start-ups Holoai AG. Die KI greift ausschliesslich auf kuratierte Inhalte zurück, die von den Destinationen freigegeben und gepflegt werden. Inhalte, Kontext und Qualität bleiben in der Verantwortung der Tourismusorganisationen. Damit ist ein kontrollierter Einsatz von KI gewährleistet.

Inhaltliche Verantwortung bei den Destinationen
Die beteiligten Destinationen erfassen, strukturieren und pflegen ihr lokales Wissen selbst. Dazu gehören Texte, thematische Schwerpunkte, Tonalität und inhaltliche Gewichtungen. Die KI verarbeitet diese Inhalte und spielt sie situativ aus, ohne eigenständig neue Informationen zu erfinden.

Launche bereits erfolgt
Die AI Local Guides sind ab sofort auf den Websites der beteiligten Destinationen verfügbar.


Konkrete Beispiele

Zürich: Der Guide Sophie zeigt Zürich abseits klassischer Sehenswürdigkeiten und lenkt den Blick auf versteckte Orte und Geschichten.

Basel: Dr Waggis führt durch Geschichte, Symbolik und gesellschaftliche Bedeutung der Basler Fasnacht, mit lokal verankerter Perspektive.

Luzern: Lucie vermittelt als Einheimische Lieblingsorte und Insiderwissen jenseits der bekannten Highlights.

 

Über die AI Local Guides
Die AI Local Guides sind ein gemeinsames Digitalprojekt von Zürich Tourismus, Basel Tourismus, Luzern Tourismus, Graubünden Ferien mit Chur Tourismus, Graubünden Viva sowie Tourismus Engadin Scuol Samnaun Val Müstair. Ziel ist es, kuratiertes lokales Expertenwissen in strukturierter, KI lesbarer Form verfügbar zu machen und so personalisierte digitale Reiseerlebnisse zu ermöglichen.

Die technische Umsetzung verantwortet das Schweizer Start-up Holoai AG. Unterstützt wird das Projekt durch Innotour, das Innovationsförderungsprogramm des Staatssekretariats für Wirtschaft Seco. Die inhaltliche Verantwortung liegt bei den beteiligten Destinationen, die Qualität, Kontext und Aktualität der Inhalte sicherstellen.

Web-Link AI Local Guides für weitere interessierte Destinationen