Der Tourismus ist die wichtigste Wirtschaftsbranche im Goms. Eine gemeinsam mit der HES-SO erarbeitete Wertschöpfungsstudie zeigt, dass 69 Prozent der regionalen Bruttowertschöpfung oder 52,8 Mio. Franken sowie 72 Prozent aller Arbeitsplätze direkt oder indirekt vom Tourismus abhängen. Damit liegt die Region deutlich über dem Walliser und Schweizer Durchschnitt.
Strategie setzt auf naturnahen Tourismus
Auf Basis der Studienergebnisse hat die Obergoms Tourismus AG ihre Destinationsstrategie 2026 bis 2030 überarbeitet. Das Goms will sich als Modellregion für naturnahen und entschleunigten Tourismus positionieren. Die Strategie basiert auf den Werten Echtheit, Achtsamkeit, Gemeinschaftlichkeit und Weitblick.
Geplant sind unter anderem die Überarbeitung des Masterplans Bike, neue Ansätze zur Steigerung der touristischen Wertschöpfung, zusätzliche Mobilitätsangebote sowie die Digitalisierung interner Prozesse. «Ich hoffe, dass sich möglichst viele Personen und Organisationen im Goms in dieser Strategie wiederfinden», sagt Direktor Samuel Hofmann.
Kurtaxe soll um einen Franken steigen
Gleichzeitig beantragt die Obergoms Tourismus AG den Gemeinden Obergoms und Goms eine Erhöhung der Kurtaxe von 3 auf 4 Franken pro Person und Nacht. Die Abgabe wurde seit über zehn Jahren nicht angepasst, während Infrastruktur und Angebote laufend ausgebaut wurden.
Die zusätzlichen Einnahmen sollen in den Unterhalt touristischer Anlagen, die Weiterentwicklung des Gästeangebots sowie neue Projekte fliessen. Über die Anpassung entscheiden die Stimmberechtigten an den kommenden Urversammlungen der beiden Gemeinden. (mm)
[RELATED]