Am 1. April ist auf Rigi Kulm eine neue Ausstellung rund um die historische Lok 7 eröffnet worden. Die Präsentation macht die Entwicklung der ersten Bergbahn Europas und deren Bedeutung für den alpinen Tourismus erlebbar.
Die Lok aus dem Jahr 1873 gehört zur Sammlung des Verkehrshauses der Schweiz und ist nun in einer neu gestalteten Remise ausgestellt. Sie zählt zu den wenigen erhaltenen Zeitzeuginnen der frühen Bergbahngeschichte. Seit ihrer Wiederinbetriebnahme wird sie zudem für einzelne Erlebnisfahrten eingesetzt. Die Ausstellung wurde mit Unterstützung des Verkehrshauses der Schweiz geplant und durch den Ausstellungsgestalter Ueli Kaufmann aus Luzern weiterentwickelt, geplant und realisiert.
«Das Verkehrshaus schlägt mit seinen Sammlungsobjekten immer wieder eine Brücke zwischen Generationen. Umso grösser ist die Freude, wenn historische Objekte wie die Lok 7 wieder an ihrem ursprünglichen Wirkungsort erlebbar werden», so Martin Ettlinger, Direktor des Verkehrshauses der Schweiz.
Grösstes Projekt der Stiftung
Für die Stiftung Rigi Historic ist das Vorhaben das grösste ihrer bisherigen Tätigkeit. Sie beteiligt sich mit 600‘000 Franken an den Gesamtkosten von 1,5 Mio. Franken. Finanziert wurde das Projekt unter anderem durch Gönneranlässe. Als Nächstes ist die Revision des historischen Vorstellwagens Nr. 15 von 1899 geplant.
Geschichte mit neuer Technik
Die Ausstellung kombiniert historische Elemente mit moderner Vermittlung. Zu sehen sind unter anderem ein Panoramabild von Heinrich Weiss aus dem Jahr 1790 sowie ein Aussichtsturm nach historischem Vorbild. KI-gestützte Videotechnik vermittelt die Entwicklung des Tourismus auf der Rigi und lässt historische Persönlichkeiten zu Wort kommen.
Ergänzend dazu sind auch Fahrten mit historischem Rollmaterial vorgesehen: Rund um den 1. August ist die Lok während etwa 14 Tagen pro Jahr zwischen Goldau und Rigi Kulm im Einsatz. (mm/grb)
[RELATED]