Die Tourismus-Organisation Interlaken (TOI) blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. An der Hauptversammlung genehmigten die Mitglieder Jahresbericht, Jahresrechnung und Bilanz. Zudem bestätigten sie mehrere Vorstandsmitglieder für eine weitere Amtszeit.[RELATED]
Mehr Logiernächte und höhere Umsätze
Im Vereinsgebiet wurden 2025 insgesamt knapp zwei Millionen Logiernächte registriert. Das entspricht einem Plus von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt verzeichnete die Region 3,7 Millionen Übernachtungen. Der touristische Umsatz im Vereinsgebiet stieg laut TOI auf 465 Millionen Franken.
TOI-Präsident Sandro Bolton sprach an der Versammlung von «Stabilität, Qualität und Kontinuität». Die Entwicklung sei das Resultat der Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Leistungsträgern und Partnerorganisationen. Auch die Aufenthaltsdauer in der Hotellerie nahm leicht zu und lag bei durchschnittlich 2,1 Nächten.
Kurzfristigere Buchungen im laufenden Jahr
Verhaltener fiel dagegen der Start ins laufende Jahr aus. Bis Ende März lagen die Logiernächte von Hotels, Hostels und Campings im Vereinsgebiet 3,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. TOI-Direktor Daniel Sulzer sieht darin jedoch keine eigentliche Nachfrageschwäche. «Wir sprechen von einer Planungskrise», sagte er. Gäste würden Reisen kurzfristiger buchen und Entscheide später treffen.
Digitalisierung entlang der Gästereise
Ein Schwerpunkt bleibt die digitale Weiterentwicklung der Destination. Unter dem Motto «TOI im Hosensack» arbeitet die Organisation an mehreren Projekten entlang der Gästereise. Dazu gehören der digitale «Interlaken Pass», ein mehrsprachiger Chatbot sowie der Ausbau des öffentlichen WLANs.
Zudem entwickelt die TOI derzeit den «DataHub Interlaken». Künftig sollen anonymisierte Daten zentral ausgewertet werden, um Angebote gezielter zu steuern. Laut Sulzer beeinflusse nicht nur die Nachfrage das Angebot, sondern auch umgekehrt.
Neu trägt Interlaken zudem das Label «Swisstainable Destination». Die TOI will damit ihre Aktivitäten in den Bereichen Gästelenkung, Ganzjahrestourismus und Sensibilisierung weiter ausbauen. (mm)