Der Iran-Krieg hat die Geschäftsentwicklung der Jungfraubahnen im ersten Halbjahr 2026 belastet. Vor allem auf dem Jungfraujoch blieben Gäste aus wichtigen asiatischen Märkten aus.
Der Betriebsertrag der Jungfraubahn-Gruppe sank gegenüber der Vorjahresperiode um 9 Prozent auf 137 Millionen Franken. Der Gewinn ging um 22 Prozent auf 29 Millionen Franken zurück. Im ersten Halbjahr 2025 hatte das Unternehmen noch einen Rekordgewinn erzielt.
Fast 18 Prozent weniger Gäste auf dem Jungfraujoch
Besonders deutlich zeigt sich der Rückgang beim Jungfraujoch. Von Januar bis Juni wurden 389 600 Besucherinnen und Besucher gezählt, fast 18 Prozent weniger als im Vorjahr. Nach Ausbruch des Iran-Kriegs fehlten laut Unternehmen vor allem Gäste aus Indien und Südostasien.
Teilweise konnten die Jungfraubahnen den Rückgang mit höheren Einnahmen pro Gast kompensieren. Weniger stark betroffen waren die Erlebnisberge First, Harder und Mürren sowie das Wintersportgeschäft.
Rückgang setzt sich im Sommer fort
Auch in den wichtigen Hochsaisonmonaten Juli und August blieb die Besucherzahl auf dem Jungfraujoch unter dem Vorjahresniveau. Bis zum 23. August lag sie gut 10 Prozent tiefer. Gleichzeitig setzte sich der Trend zu weniger Gruppenreisen fort.
Anders entwickelten sich die Erlebnisberge. First, Harder und Mürren verzeichneten von Anfang Juli bis zum 23. August rund 494 300 Gäste. Das entspricht einem Plus von rund 5 Prozent gegenüber dem Rekordvorjahr.
Für den weiteren Jahresverlauf bleiben die Jungfraubahnen angesichts der geopolitischen Konflikte und der fragilen Weltwirtschaft vorsichtig. Den Buchungsstand für das zweite Halbjahr bezeichnet das Unternehmen unter diesen Voraussetzungen als «solide». (keystone-sda)
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