2025 verbuchte die Schweizer Beherbergung insgesamt 43,9 Millionen Hotelübernachtungen. Das entspricht einem Wachstum von 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.[RELATED]

Knapp 21 Millionen Logiernächte (48%) entfielen auf Gäste aus der Schweiz. Die inländische Nachfrage legte um 1,4 Prozent zu. Besonders gefragt waren Städte, während Aufenthalte in Berg- und Landregionen leicht zurückgingen. Schweiz-Tourismus-Direktor Martin Nydegger wagt die Prognose: «Wir erwarten im Schweizer Markt Stabilität. Ein starker Heimmarkt ist entscheidend für eine gesunde Tourismusbranche.»

12,7 Millionen Logiernächte generierten Reisende aus Europa; ein Plus von 3,9 Prozent und ein Marktanteil von 29 Prozent. 23 Prozent der Übernachtungen entfielen auf Gäste aus Übersee. Vor allem die USA trugen mit einem Wachstum von 5 Prozent zur positiven Entwicklung bei. Laut Nydegger zeichnet sich im USA-Markt die Obergrenze ab: «Wenn wir 2026 mit einer schwarzen Null abschliessen, dürfen wir zufrieden sein.» 

Ein etwas anderes Bild zeigt sich im Markt Kanada ( fast+ 9%). Die politischen Turbulenzen mit den USA haben zur Folge, dass vermehrt nach Andermatt statt Vail oder nach Verbier statt Aspen gereist wird.

Asiatische Märkte erholten sich zwar leicht, liegen jedoch weiterhin 18 Prozent unter dem Niveau von 2019. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen die asiatischen Märkte gar Null-Wachstum. 

Langfristige Perspektive
Im Vergleich zum letzten Vorkrisenjahr 2019 mit 39,5 Millionen Logiernächten beträgt das Wachstum 11 Prozent. Dieses Plus wird primär von Schweizer und US-amerikanischen Gästen getragen.

Langfristig zeigt sich ein differenziertes Bild: Seit 2000 sind die weltweiten Touristenankünfte um 120 Prozent gestiegen, in der Schweiz um 59 Prozent.

Strategie: Travel Better
«Wir wollen vor allem die Qualität, die Wertschöpfung und die Vereinbarkeit zwischen Einheimischen und der Tourismusbranche fördern», so Martin Nydegger.

Die Kernstrategie «Travel Better» setzt auf zeitliche und räumliche Steuerung der Nachfrage. Beispiele sind die Culinary Grand Tour of Switzerland für den Heimmarkt, Kampagnen in Benelux unter dem Titel «Op Zwitserse wegen», Herbstpromotionen in Italien mit Michelle Hunziker und Yann Sommer sowie längere Aufenthalte im US-Markt unter «The Ultimate 15 Day Adventure». In Indien läuft die YouTube-Serie «Ticket to Switzerland» mit Fokus auf weniger bekannte Destinationen.

Für 2026 rechnet Schweiz Tourismus mit einem stagnierenden Jahr. Entscheidend werde sein, wie Branche und Organisation gemeinsam Akzeptanz und Attraktivität weiterentwickeln. (mm/nde)