Mit einer Gesamternte von 1064 Tonnen Trauben aller Rebsorten übertraf 2011 das Vorjahr um einen Drittel und sogar die letzten sehr üppigen Jahrgänge 1999 und 2000. Der Zehnjahres-Durchschnitt liegt aktuell bei 863 Tonnen Trauben, wie aus Unterlagen des Landwirtschaftlichen Zentrums Ebenrain vom Dienstag hervorgeht.

Der grösste Anteil entfiel auch im letzten Jahr mit insgesamt 574 Tonnen auf roten Blauburgunder (Pinot Noir). Bei den Weissen standen Riesling-Sylvaner mit 178 Tonnen und Gutedel (Chasselas) mit 43 Tonnen zu Buche. Angebaut werden daneben noch diverse andere Rebsorten, auch Neuzüchtungen (etwa Cabernet Jura) und Hybriden.

Seit der Jahrtausendwende sind indes die Anbauflächen um rund 20 Hektaren auf heute insgesamt 136,4 Hektaren angewachsen. So blieb nun der Flächenertrag trotz optimaler Verhältnisse unter dem Strich mit 782 Gramm pro Quadratmeter im guten Rahmen – je tiefer der Flächenertrag, desto konzentrierter der Wein.

Millionen-Geschäft
Der durchschnittliche Zuckergehalt erreichte bei den wichtigsten Rebsorten sehr hohe Werte: 100,9 Grad Oechsle beim Blauburgunder, 75,5 Grad beim Gutedel und 82 Grad beim Riesling-Sylvaner. Letztmals höher lagen sie teils im Hitzejahr 2003, das aber mengenmässig abfiel.

Das Wetter verlief im vergangenen Jahr genau nach Winzerwunsch: früher Austrieb im warm-trockenen April, trocken-warmer Vegetationsstart, regenfreie Blütezeit, feucht-warmer Sommer mit genug Sonne und schliesslich eine trockene Erntezeit. Krankheiten und Schädlinge blieben so aus, und die Trauben wurden richtig reif.

Wirtschaftlich brachte das tolle Klima 2011 den Winzern einen Rohertrag von insgesamt knapp 11,5 Mio. Franken, rund 2,5 Mio. Franken Mehrertrag gegenüber 2010. Dies hat der Ebenrain mit einem Durchschnitts-Flaschenpreis von 12 Franken, Verkaufspreisen von 4 Franken pro Kilo Trauben und 75 Prozent Ausbeute errechnet. (npa/sda)