Die Hotelfachschule Thun passt ihre berufliche Grundbildung erstmals an den saisonalen Rhythmus der Tourismusbranche an. Ab dem Ausbildungsjahr 2026/27 können Ausbildungsbetriebe für Hotel-Kommunikationsfachleute EFZ zwischen dem bisherigen Modell und einem neuen saisonoptimierten Blockmodell wählen.[RELATED]

Beim neuen Modell findet ein grosser Teil des Unterrichts während der Zwischensaisons statt. In den Hauptsaisons stehen die Lernenden häufiger in ihren Ausbildungsbetrieben im Einsatz. Die Schule reagiert damit auf ein Problem vieler Tourismusbetriebe: Gerade in Zeiten mit hoher Nachfrage fehlen Lernende oft wegen Schulunterricht oder überbetrieblichen Kursen.

Antwort auf den Fachkräftemangel

Nach Angaben der Hotelfachschule richtet sich das neue Modell insbesondere an Saisonbetriebe in touristischen Regionen. Für Ganzjahresbetriebe bleibt das bisherige Ausbildungsmodell bestehen. David Delessert, Leiter Grundbildung, bezeichnet die Anpassung als Antwort auf die Bedürfnisse der Branche. Ziel sei es, den Betrieben mehr Handlungsspielraum zu geben, ohne die Ausbildungsqualität zu beeinträchtigen.

Alles auf einem Campus

Parallel dazu bündelt die Schule Unterricht, praktische Ausbildung und überbetriebliche Kurse auf ihrem Campus in Thun. Dadurch sollen Reisezeiten und organisatorischer Aufwand für Betriebe sinken. Neu können Lernende zudem selbst entscheiden, ob sie während der Schulphasen auf dem Campus wohnen oder lediglich das Verpflegungsangebot nutzen möchten.

Zum Ausbildungsstart 2026 verzeichnet die Hotelfachschule Thun 104 neue Lernende. Davon absolvieren 61 die Ausbildung als Hotel-Kommunikationsfachfrau oder Hotel-Kommunikationsfachmann EFZ, 29 als Fachfrau oder Fachmann Hotellerie-Hauswirtschaft EFZ, zwölf als Restaurantfachfrau oder Restaurantfachmann EFZ sowie zwei als Praktikerin oder Praktiker Hotellerie-Hauswirtschaft EBA. (mm)