HotellerieSuisse hat seine Parolen für die Volksabstimmung vom 8. März gefasst. Der Verband spricht sich klar gegen die sogenannte Halbierungsinitiative aus. Diese würde die Mittel der SRG halbieren mit spürbaren Folgen für die Berichterstattung aus Berg- und Randregionen, so HotellerieSuisse-Direktor Christian Hürlimann. Gerade diese seien auf mediale Präsenz angewiesen, um touristisch sichtbar zu bleiben.
Mediale Präsenz inspiriert zu Ferien in der Schweiz
Die SRG leistet laut HotellerieSuisse einen wichtigen Beitrag für den Tourismusstandort Schweiz. Ob durch Nachrichtensendungen, Sportübertragungen oder Filmproduktionen – regelmässig werden Bilder und Geschichten aus Schweizer Destinationen vermittelt, die potenzielle Gäste ansprechen. Zwar könnten einzelne Betriebe durch eine Gebührenbefreiung entlastet werden, die langfristigen Nachteile einer Schwächung der SRG überwögen jedoch deutlich.
Individualbesteuerung als Mittel gegen Fachkräftemangel
Unterstützung erhält hingegen die Individualbesteuerung. Sie setzt insbesondere für Frauen stärkere Erwerbsanreize und trägt damit zur Ausschöpfung des inländischen Arbeitskräftepotenzials bei. Für die personalintensive Beherbergungsbranche sieht HotellerieSuisse darin eine praxisnahe Massnahme zur Linderung des Fachkräftemangels.
«Das neue Bundesgesetz kann dazu beitragen, dass sich ein zusätzliches Einkommen in Zweiverdienerhaushalten wieder stärker lohnt, da es sich nicht unmittelbar auf die Steuerprogression auswirkt», erläutert Hürlimann
Klimafonds-Initiative nicht zielführend
Die Klimafonds-Initiative lehnt HotellerieSuisse ebenfalls ab. Zwar anerkennt der Verband die Notwendigkeit wirksamer Klimapolitik, setzt aber auf bestehende Instrumente wie das CO₂-Gesetz und kantonale Förderprogramme. Ein zusätzlicher, staatlich verankerter Klimafonds mit Milliardenvolumen sei weder finanziell klar geregelt noch praktikabel für die Branche. Zudem drohten Mehrbelastungen für die Betriebe. (mm)