HotellerieSuisse empfiehlt für die Volksabstimmung vom 27. September ein Nein zur Ernährungsinitiative. Die Regionalverbandskonferenz des Verbandes hat die entsprechende Parole gefasst. [RELATED]

Nach Ansicht von HotellerieSuisse würde die Initiative zentrale Grundlagen der Beherbergungsbranche schwächen. Der Verband befürchtet Einschränkungen bei der kulinarischen Vielfalt sowie höhere Beschaffungskosten für Lebensmittel. «Die Beherbergung braucht Rahmenbedingungen, die nachhaltige Entwicklung ermöglichen, statt sie durch starre Vorgaben zu erschweren. Unsere Betriebe brauchen Vielfalt, Planungssicherheit und tragbare Beschaffungskosten», so Direktor Christian Hürlimann.

Steigende Beschaffungskosten befürchtet

HotellerieSuisse betont, dass viele Beherbergungsbetriebe bereits heute auf nachhaltige Gastronomiekonzepte, regionale Produkte und einen bewussten Umgang mit Ressourcen setzen. Diese Entwicklung unterstütze der Verband ausdrücklich. Die Ernährungsinitiative gehe jedoch aus seiner Sicht zu weit, da sie einen tiefgreifenden Umbau der Schweizer Lebensmittelproduktion politisch erzwingen wolle.

Gemäss HotellerieSuisse könnte eine stärkere Ausrichtung von Produktion und Konsum auf pflanzliche Lebensmittel dazu führen, dass Fleisch-, Milch-, Käse- und Eierspezialitäten teurer oder knapper werden. Dies würde die kulinarische Angebotsvielfalt der Schweizer Beherbergung beeinträchtigen.

Zudem verweist der Verband auf den bestehenden Kostendruck in der Branche. Steigende Lebensmittelpreise würden die Betriebe direkt treffen, während höhere Kosten gegenüber den Gästen nur begrenzt weitergegeben werden könnten.

HotellerieSuisse engagiert sich deshalb in der Allianz gegen die Ernährungsinitiative. Diese vereint Organisationen aus Landwirtschaft, Lebensmittelwirtschaft, Gastronomie, Detailhandel und Gewerbe, die die Vorlage ebenfalls ablehnen. (mm)