Mit «Hotel Gastro 365» startet Hotel & Gastro Formation Schweiz ein neues Qualifikationsprogramm für erwachsene Migrantinnen und Migranten, Quereinsteigende sowie Arbeitssuchende. Es soll den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt erleichtern und gleichzeitig dem Fachkräftemangel im Gastgewerbe entgegenwirken. Hinter dem Projekt stehen GastroSuisse, HotellerieSuisse und die Hotel & Gastro Union.

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Interessierte Kantone, Institutionen und Praxisbetriebe richten ihre Fragen an Sabrina Camenzind, Direktorin, von Hotel & Gastro formation Schweiz. 
Tel: 041 390 77 70

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Arbeit, Ausbildung und Sprachschule

Kern des Programms ist ein Jahresarbeitsvertrag, der praktische Arbeit im Betrieb mit Fachunterricht und Sprachförderung verbindet. Während zwölf Monaten arbeiten die Teilnehmenden zu 80 Prozent im Betrieb und besuchen zu 20 Prozent Ausbildungen in Küche, Service oder Hauswirtschaft sowie einen branchenspezifischen Sprachkurs.

Einheitlicher Weg

Das Programm schafft erstmals eine schweizweit standardisierte Grundqualifikation mit Anschluss an eine EBA oder EFZ Ausbildung. Nach sechs Monaten erhalten die Teilnehmenden einen ersten Kursausweis. Nach einem Jahr schliessen sie mit der zweiten Qualifikationsstufe, dem Branchenzertifikat Progresso und einem Arbeitszeugnis ab.

In den ersten sechs Monaten übernehmen die zuständigen kantonalen Behörden einen grossen Teil der Bildungs- und Lohnkosten. Danach folgen die Progresso-Ausbildung über den Landes-Gesamtarbeitsvertrag sowie der L-GAV-Mindestlohn durch den Praxisbetrieb, sofern dieser dem L-GAV unterstellt ist.

Start in Basel und Luzern

Die ersten Pilotprojekte beginnen am 17. August in Basel-Stadt und am 8. September im Kanton Luzern. Umsetzungspartner ist der Verein Sonnenberg in Kriens mit seinem Integrationskurs «HotelGastro Go!». Sollte sich das Modell bewähren, ist ein schweizweiter Roll-out vorgesehen. (mm)


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