Der Kanton Bern verkauft das Schloss Münchenwiler für 2,5 Millionen Franken an Maren und Andreas Geser aus Zürich, wie die «Berner Zeitung» schreibt. Die Gemeinde liegt als bernische Exklave im Kanton Freiburg nahe dem Murtensee. Im Baurechtsvertrag ist festgehalten, dass die Liegenschaft nach 90 Jahren an den Kanton zurückgeht.[RELATED]
Wohnen statt Hotelbetrieb
Der bisherige Betrieb mit 40 Zimmern war stark auf die Hotellerie und Gastronomie ausgerichtet. Künftig soll dieser Bereich reduziert werden. Geplant sind Alterswohnungen sowie Mietwohnungen für die lokale Bevölkerung. Ziel ist ein Nebeneinander von Wohnen, Kultur, Gewerbe sowie einem kleineren Hotel- und Gastronomiebetrieb.
Schloss als Dorfzentrum
Die neuen Eigentümer betrachten das Schloss nicht isoliert. Park, Kirche und das gegenüberliegende Schlossgut sollen gemeinsam als öffentliches Zentrum genutzt werden. Der Park bleibt öffentlich, die Säle stehen Vereinen und für Anlässe zur Verfügung.
Betrieb läuft aus
Mit dem Verkauf endet auch der Pachtvertrag mit der Andalo GmbH. Der Hotel und Restaurantbetrieb läuft noch bis Herbst. Direktor Thomas Schmid kündigte zum Abschied eine Reihe von Veranstaltungen an. Zur künftigen Nutzung äussert er sich nicht.
Zustimmung aus der Gemeinde
Die Gemeinde steht den Plänen grundsätzlich positiv gegenüber. Yvonne Suter ist Präsidentin des Stiftungsrats Schloss Münchenwiler, welche das Schloss Münchenwiler bislang im Auftrag des Kantons Bern getragen und begleitet hat. Sie sieht im Nutzungsmix eine Chance. Für die Umnutzung von Hotel- zu Wohnflächen ist jedoch eine Zonenplanänderung nötig. Ein Termin für die Abstimmung ist noch offen.
